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GEMISCHTES DOPPEL Renate Paulsen / Mira Schumann [ … ] UNGEFÄHR VERSCHIEDEN

23. September · 11:0011. November · 17:00

Zur Ausstellungseröffnung am Sonntag, den 23. September 2018 um 11 Uhr im Haus Kemnade laden wir herzlich ein. Einführende Worte: Ulrich Fernkorn

Ausstellungsdauer:
23. September bis 11. November 2018

Mit den beiden Künstlerinnen Renate Paulsen (geb. 1953, seit 1988 in Köln) und Mira Schumann (geb. 1968, seit 1994 in Dortmund), die in diesem Jahr bereits gemeinsam den Zündorfer Wehrturm eindrucksvoll bespielt haben, setzt der Kunstverein Bochum sein in unregelmäßiger Folge wiederkehrendes Format „Gemischtes Doppel“ fort, in dem auf Haus Kemnade zwei eigenständige künstlerische Positionen aufeinandertreffen, um vor Ort zu einer gemeinsamen Doppelausstellung zu finden. Stärker noch vielleicht als bei einer Einzelausstellung ist das Risiko bei der Einrichtung einer solchen Doppelausstellung für die beiden Künstlerinnen wiederum erheblich, denn sie bewegen sich dabei zwangsläufig von vornherein jenseits aller eingespielten Routinen, indem sie sich auf ein ganz neuartiges, stets unvorhersehbares Zusammenspiel hin orientieren müssen, das sich im Endergebnis an der Frage messen muss, ob für den Besucher bei allen Unterschieden, wie sie schon durch die von Renate Paulsen und Mira Schumann eingesetzten unterschiedlichen Medien und Materialien gegeben sind, nicht doch Ähnlichkeiten oder spannungsvolle Wechselbeziehungen zwischen dem Verschiedenen deutlich werden, welche das „Gemischte Doppel“ letztlich zu mehr als einem bloßen Nebeneinander zweier Künstlerinnen von ausgeprägt individuellem Charakter machen.

Es entspricht dem Konzept des „Gemischten Doppels“ völlig, dass es für die beiden Künstlerinnen selbst derzeit noch weitgehend offen ist, wie sich die gemeinsame Ausstellung vor Ort entwickelt und wie sie am Ende aussehen wird. Klar ist aber bereits, dass sie ihren Ausgang nimmt von einem bereits bestehenden 11- minütigen Videowalk von Renate Paulsen einerseits, der bei einem Besuch in Auschwitz entstanden ist und auf eine der Wände des Ausstellungsraumes auf Kemnade projiziert wird und einer mehrteiligen Bodenarbeit aus Staub und weiteren diversen Materialien von Mira Schumann andererseits. Die beiden Arbeiten werden im Raum unerwartete Überschneidungen untereinander ausbilden und in der Art einer Collage mit weiteren Materialien wie auch zeichnerischen und malerischen Elementen Bilder und Assoziationen beim Betrachter auslösen, die zum Denken anregen.

Man darf gespannt sein, was im künstlerischen Dialog vor Ort im Ausstellungsraum des Kunstverein Bochum auf Kemnade zwischen der filmischen Projektion und der Bodenarbeit letztlich entsteht und wie die unterschiedlichen Bestandteile hier zusammen- und dort gegeneinanderwirken, wie verquere Verbindungen, aber auch Gegensätze zwischen materiell Greifbarem und völlig ungreifbaren Elementen zu einem Ganzen werden, für das auch der scheinbar unbespielte Leer- und Zwischenraum von entscheidender Bedeutung ist und bei dem es womöglich gar keine Rolle mehr spielt, welche Bestandteile von Renate Paulsen und welche von Mira Schumann stammen.
Ulrich Fernkorn

Öffnungszeiten:
Di. – So., 12 – 18 Uhr (Mai bis Okt.)
Di. – So., 11 – 17 Uhr (Nov. bis April)

Details

Zeitraum:
Beginn:
23. September · 11:00
Ende:
11. November · 17:00
Thema:

Veranstaltungsort

Kunstverein Bochum / Haus Kemnade
An der Kemnade 10
Hattingen, 45527
Telefon:
(0 23 24) 30 26 8
Website:
www.kunstverein-bochum.de

Veranstalter

Renate Paulsen
E-Mail:
paulsen-atelier@netcologne.de