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Wura-Natasha Ogunji “There are many ways to fall into the sea”
9. April 2016 · 18:00 – 21:00
“There are many ways to fall into the sea” ist eine Performance und Installation der Künstlerin Wura-Natasha Ogunji. Während mehrerer Stunden wird Sand von einer Ecke des Galerieraumes in den anderen gefegt. Die Künstlerin trägt ein Kleid und High Heels – als Referenz an die Hauptfigur Diouana in Ousmane Sembénes Film “La noire de…” (1966). Der Film handelt von einer Frau, die in der Hoffnung auf einen mondänen Lebensstil von Dakar nach Antibes zieht, wo sie schließlich für ein französisches Paar als Haushälterin tätig ist. Hauptthema des Filmes sind dabei auch die Auswirkungen und die Problematik, die sich für den Senegal nach der Unabhängigkeit der Kolonialherrschaft Frankreichs 1960 ergaben. Während das Fegen eine scheinbar sinnlose und beinahe unerträgliche Handlung abspult, kann die Performance auch als eine Meditation zu Arbeit, Zeit, Willenskraft und Entscheidungsmacht erfahren werden.
Die Performance und Ausstellung ist Teil der Veranstaltung African Artivism – Kunst als politische Aktion.
Der Begriff Artivismus bezeichnet die Verbindung von Kunst (“Art”) und Aktivismus als geistig-politische Bewegungen. Vier KünstlerInnen aus verschiedenen Ländern Afrikas, die in unterschiedlichen Kunstsparten aktiv sind, diskutieren über ihre politische Kunst.
Neben Wura Natasha Ogunji beschäftigt sich Sam Hopkins, im Rahmen seines Residenzprojektes bei CAT Cologne, mit den Biker-Communities in Nairobi und Köln, Hellen Njeri Mwangi fordert mit der Artivismus-Gruppe Pawa254 in künstlerischen Demonstrationen die kenianische Regierung heraus und der Musiker Smockey ist mit seinem Sound zu einer der führenden Personen bei der Revolution in Burkina Faso avanciert.
Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit der Competence Area IV der Universität zu Köln, dem Rautenstrauch-Joest-Museum, dem Heinrich-Barth-Institut e.V., der Heinrich Barth Gesellschaft, Gold + Beton und Stimmen Afrikas / Allerweltshaus Köln statt.
Neben der Ausstellung bei CAT Cologne präsentieren die Künstlerinnen und Künstler ihre Aktionsformen bei einem Gespräch im Rautenstrauch-Joest-Museum und in den Ebertplatzpassagen:
Samstag, 9. April
18-21 Uhr:
Wura-Natasha Ogunji
Performance und Eröffnung bei CAT
Sonntag, 10. April
13-15 Uhr:
Wura-Natasha Ogunji
Sam Hopkins
Smockey
Hellen Njeri Mwangi
Moderierte Diskussion im Rautenstrauch-Joest-Museum
16 Uhr:
Sam Hopkins
Performance zum aktuellen Projekt „The Bike Gang“
sowie eine weitere Performance von Smockey
und Ausklang mit kenianischem Barbecue!
Ebertplatzpassagen
