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UPDATE COLOGNE #02 HEINER BLUMENTHAL / MATTHIAS SURGES

13. Januar · 11:0024. Februar · 14:00

Die Reihe Update Cologne in den Kunsträumen der Michael Horbach Stiftung wird 2019 mit den Künstlern Heiner Blumenthal und Matthias Surges fortgeführt, deren Ausstellung am 13. Januar eröffnet wurde.
Laufzeit: 14. Januar 2019 bis 24. Februar 2019
Öffnungszeiten: Mi. und Fr. 15:30 – 18:30 Uhr, So. 11:00 – 14:00 Uhr und nach Absprache unter +49 1788474786
Finissage mit Präsentation der Ausstellungspublikationen mit Textbeiträgen von Ann-Katrin Günzel und Barbara Hess sowie einem Künstlergespräch, moderiert von Melanie Weidemüller: So. 24. Februar 2019, 11 – 14 Uhr, Start Gespräch um 11:30 Uhr
©Abbildung: Heiner Blumenthal, VG Bildkunst Bonn, Matthias Surges, Steffen Missmahl

Update Cologne widmet sich insbesondere Kölner Künstlerinnen und Künstler der älteren Generation ab 50 Jahren, deren Arbeiten in den vergangenen Jahren – mangels großer Ausstellungsräume – hier vor Ort selten gezeigt wurden, die aber schon über einen langen Zeitraum kontinuierlich in Köln tätig sind und ein interessantes und qualitätsvolles Oeuvre geschaffen haben. Das Projekt soll diesen Künstler/innen erneut ein Podium verschaffen, das ihre Wahrnehmung in der Öffentlichkeit wieder stärkt und dem Publikum Gelegenheit gibt, weniger bekannte oder unterrepräsentierte Positionen neu zu entdecken.

Als Partner konnte das Projekt, das vom Kulturamt der Stadt Köln mitinitiiert wurde, zum wiederholten Mal die Michael Horbach Stiftung gewinnen, die erneut Haupträume mit über 300 Quadratmetern in ihren großflächigen Kunsträumen in der Wormser Straße 23 bereitstellt.

Seit 2018 fungiert das Kulturwerk des BBK Köln e.V. als Träger der Reihe und informiert hier auf der Website http://www.update-cologne.de regelmäßig über den Fortgang des Projektes. Kuratiert wird Update Cologne von Birgit Laskowski. Update Cologne #02 wird gefördert durch das Kulturamt der Stadt Köln und unterstützt durch den PS-Zweckertrag der Sparkasse KölnBonn.

Beide in 2019 präsentierten Künstler sind in erster Linie als Maler tätig. Ihr malerischer Ansatz ist auf den ersten Blick höchst unterschiedlich und weist dennoch bei eingehenderer Betrachtung im jeweiligen Diskurs von Sehprozess und -gewohnheiten sowie einer gewissen konzeptionellen Strenge und formalen Reduziertheit Parallelen auf.

Heiner Blumenthal, geb. 1956 in Idar-Oberstein, hat von 1978 bis 1981 an der Hochschule der Künste in Berlin bei Fred Thieler und Walter Stöhrer studiert, im Anschluss von 1981 bis 1987 an der Hochschule für bildende Künste Hamburg bei F.E.Walther und Stanley Brouwn. Blumenthal hat mehrere Preise im In- und Ausland erhalten, so z.B. den Kunstfond Bonn Förderpreis, den Villa Romana Preis, Florenz, und den Preis der Pollock-Krasner Foundation, New York. Dieser überregionalen Wahrnehmung steht eine eher zurückhaltende Rezeption in seiner Wahlheimat Köln gegenüber.

Blumenthals Gemälde haben durchweg sehr große Formate und sind von einem fast architektonisch anmutenden Formenrepertoire aus Linien und Flächen bestimmt. Neben seinen Gemälden aus Pigment, Alkydharz und Dammarharz auf Baumwolle entstehen kleinformatige Tuschezeichnungen, Radierungen und Fotografien. Die überwiegend schwarzen Malereien werden sparsam mit Rot, Blau oder Grün akzentuiert. Blumenthals Kompositionen erscheinen immer offen und latent ergänzbar, in der Schwebe zwischen einer Gleichzeitigkeit von Anwesendem und Abwesendem. Indem sie eine gegenständliche Zuordnung und sprachliche Erfassung verweigern, erzeugen sie einen nicht abschließbaren Prozess und thematisieren das Sehen als eigenständigen Akt.

Matthias Surges, geb. 1959 in Kirchweiler/Eifel, hat von 1984 bis 1992 an der FH für Kunst & Design in Köln Freie Kunst bei Prof. Stefan Wewerka und Jörg Immendorff studiert. Der Künstler hat das Stipendium der Stadt Bonn erhalten und war im Jahr 2000 an der Großen Kunstausstellung NRW im Kunstpalast Düsseldorf beteiligt.

Mit seinen aktuellen Werken aus in Glaskästen konservierten Erdproben und farblich genau abgestimmten monochromen Bildern auf Aluminiumplatten verwandelt Surges die traditionsreiche Gattung der Landschaftsmalerei in konzeptuell angelegte, minimalistisch anmutende Bild-Objekte an der Grenze zwischen Malerei und Skulptur. Die Erdstücke entnimmt er Erdprofilen, die er bei archäologischen Grabungen angelegt hat oder er bringt sie von Reisen mit. Die Erden bestehen aus dem anstehenden Boden und sind charakteristisch für die Erdbeschaffenheit der jeweiligen Region. Mittels GPS bzw. tachymetrischen Messungen bestimmt der Künstler die genaue, ursprüngliche Lage der entnommenen Erde. Die monochrome Farbgebung der Alutafeln, die er in einer Hängung zusammen mit den Erdproben präsentiert, entspricht einem normierten Farbsystem, das Archäologen und Geologen zur farblichen Bestimmung der unterschiedlichen Erdschichten dient. Seine Landschaftsbilder zeigen Orte, die keiner pittoresken Ästhetik entsprechen und verweisen auf einen wissenschaftlichen Umgang mit Natur. Dabei stellt sich die Frage, was Landschaft in der heutigen Zeit bedeutet, in der sie als kulturelle Konstruktion erlebt und vorrangig als ökologische und ökonomische Ressource behandelt wird. Daneben arbeitet Surges installativ, fertigt Farbreliefs aus Autolack auf Aluminium, zeichnet und schafft Collagen.

Details

Zeitraum:
Beginn:
13. Januar · 11:00
Ende:
24. Februar · 14:00
Thema:
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Veranstaltungsort

Kunsträume der Michael Horbach Stiftung
Wormser Straße 23
Köln, 50677
Telefon:
0221 29993378
Website:
www.michael-horbach-stiftung.de

Veranstalter

Birgit Laskowski
E-Mail:
birgit.laskowski@zerofold.de