- Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.
William Joys: A One Man Show
3. Juli 2019 · 6:00 – 21:00
Im Rahmen der Ausstellung Christiane Blattmann. Un-Break My Walls (6.4.–21.7.2019) lädt die Kunsthalle Münster zu einer Performance des britischen Künstlers William Joys ein, die in einen Dialog mit den Werken Blattmanns tritt.
A One Man Show ist eine Revue, in der der Künstler William Joys eine Reihe von Objekten verkörpert, die den Status des Selbst befragen. Was bedeutet es, ein Subjekt zu objektivieren? Und was passiert, wenn die Objekte in der Performance durch den Solisten zum Leben erweckt werden? William Joys verkörpert eine Vielzahl von Dingen – Objekte, die unerlaubte Anziehungskräfte be-sitzen, nicht gerade unschuldig. Durch eine Abfolge von Liedern und Bildern – „I am a lighthouse“, „Ready for the world“, „Whitest walls in town“ und „Jack on the track“ – präsentiert die Revue die ambivalente Beziehung des Darstellers zu sich selbst, führt eine Infragestellung der Identität als Grundlage für einen kontinuierlichen Wandel vor Augen, eine Infragestellung, die in der Luft liegt, dort verharrt. Angesichts der Ausweitung der Bedeutung des „Queer-Seins“ als potenzielles All-Inclusive-Paket wird ein Gefühl für sich selbst von der Gemeinschaft absorbiert, die mit unkomplizierten Abenteuern hadert. Er imaginiert sich selbst als etwas Fragwürdiges, manchmal melancholisch, immer fröhlich.
William Joys (geb. 1989, lebt und arbeitet in London) hat 2011 einen BA in Fine Art am Goldsmith College und 2018 einen MA in Performance an der Glasgow School of Art ge-macht. Er ist ein Gründungsmitglied von Villa Design Group und hat international u. a. im MIT List Centre, Boston und dem MUMOK, Wien ausgestellt. Zu seinen jüngsten Performances gehören Whitest Walls in Town, Performance Club bei Raven Row, London, That perfect Italian time, Thank you very much residency, The Modern Institute, Glasgow und Each to every ship, Damien & The Love Guru, Brüssel.
Zur Ausstellung: Mit Un-Break My Walls zeigt die Kunsthalle Münster noch bis zum 21.7.2019 die erste institutionelle Einzelausstellung von Christiane Blattmann. In ihren Werken experimentiert die Künstlerin mit verschiedenen Arten der Formgebung, wobei die Interaktion der eingesetzten Materialien ebenso wie theoretische und literarische Referenzen wichtige Ausgangspunkte darstellen. Blattmann verwebt, verbindet, vernetzt, verwirkt, verarbeitet – sie kreiert verworrene Verbindungen von Materialien, Strukturen, Dingen, Geschichten und Charakteren. In ihrer unterschiedlichen, mitunter kontrastierenden Beschaffenheit beeindrucken Blattmanns Werke durch ihre materielle Präsenz; sie zeugen von einer besonderen Form der Auseinandersetzung mit den gewählten Materialien und deren spezifischen Eigenschaften – darunter Keramik, Jute, Gaze, Rattan, Glas, Gips, Silikon sowie verschiedene Metalle – und zeichnen sich durch eine taktile Sensibilität aus, die das ‚haptische Sehen‘ ihrer Betrachter*innen herausfordert.
