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UPDATE COLOGNE #04 Gudrun Barenbrock

21. März · 19:0018. April · 22:00

Update Cologne #04 wird vom 21. März 2021 bis einschließlich 18. April 2021 in den Räumen der Horbach-Stiftung zu sehen sein. In Abhängigkeit von den in diesem Zeitraum gültigen Corona-Bestimmungen ist die Ausstellung ab Sonntag, den 21. März jeweils sonntags, mittwochs und freitags von 19 und 22 Uhr geöffnet und kann nach kurzer Terminabsprache besucht werden: 0178 / 847 47 86 oder 0177 / 681 63 90. Das Tragen einer medizinischen Maske ist obligatorisch.
Über eventuelle Änderungen der Öffnungsmodalitäten informiert Sie die Website http://www.update-cologne.de.

Nach drei erfolgreichen Durchläufen in den Vorjahren wird die Ausstellungsreihe Update Cologne in 2021 fortgesetzt: Die Jury beurteilte die Bewerbungen nach den grundlegenden Bedingungen der jährlichen öffentlichen Ausschreibung an Kölner Künstler: der Qualität der eingereichten jüngeren Werke und des Gesamtœuvres und der Tatsache, dass die Künstler seit mindestens zehn Jahren in Köln ansässig sowie anhaltend künstlerisch aktiv sind. Zudem gilt ein verstärktes Augenmerk der Aktualität des künstlerischen Schaffens durch einen inhaltlichen Gegenwartsbezug. Unter Betrachtung dieser Kriterien fiel die Entscheidung für 2021 auf Gudrun Barenbrock.

Gudrun Barenbrock (https://gudrunbarenbrock.de/) ist Videokünstlerin und Malerin und schloss ihr Studium 1991 an der Kunstakademie Münster als Meisterschülerin von Ulrich Erben ab. Die Künstlerin lebt und arbeitet seit 1995 in Köln.
Seit 2004 verwebt Barenbrock die Wirkung ihrer Medien und malt sozusagen mit der Kamera. Die Aufnahmen entstehen während ihrer Reisen in abgelegene Gebiete in Zentralafrika, Nord- und Südamerika und Asien oder auf einer Fahrradtour durch regionale Gefilde mit einer an der Radnabe befestigten Kamera, als Videoaufzeichnung der vorbeiziehenden Landschaft während einer Zugfahrt, durch Abfilmen der Bewegung eines Scannerschlittens oder kleinster Partikel unter dem Mikroskop.
Im Anschluss bearbeitet die Künstlerin das Material und gestaltet daraus raumgreifende Videoinstallationen. Betritt der Besucher eine ihrer Inszenierungen, taucht er in einen Flow aus Farben, Formen und Tönen ein, der aus verschiedenen Richtungen auf ihn einströmt und wie in einer dreidimensionalen, immateriellen Collage Versatzstücke der Realität kombiniert.
Durch eine parallele Projektion von allen Seiten durchdringen sich die Bilder, die direkt auf die Wände oder auf Gazebahnen im Raum projiziert werden. Schatten, Spiegelungen, Lichtblitze vermengen sich zu einem vielgestaltigen abstrakten Arrangement aus bewegten Umrissen und Strukturen. Dieses wird oft begleitet durch Kompositionen von Klangkünstlern und Musikern, die den strömenden Rhythmus der Bilder akustisch reflektieren.
Die Projektionen erzählen keine konkrete Geschichte: Durch den Wechsel von Bild- und Textfragmenten, Licht und Dunkelheit werden individuelle Assoziationen geweckt, die der Betrachter
zu seiner jeweils eigenen Erzählung zusammenfügen oder lediglich als atmosphärisches Erlebnis auf sich wirken lassen kann.
Für Update Cologne #04 hat Gudrun Barenbrock in Kooperation mit den Klangkünstlern Udo Moll und Klaus Osterwald eine speziell für die Räume der Michael Horbach Stiftung konzipierte Projektion entwickelt. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit einem Text von Bettina Pelz.

Das Format Update Cologne widmet sich Kölner Künstlerinnen und Künstler ab 50 Jahren, die schon über einen langen Zeitraum kontinuierlich in Köln tätig sind, deren Arbeiten aber – aufgrund eines Mangels an geräumigen Ausstellungslokalitäten – hier vor Ort selten in größerem Rahmen gezeigt wurden.
In Kölner Ateliers erfolgt eine künstlerische Produktion hoher Qualität und weiter medialer Spannbreite. Seit Abriss der Kölner Kunsthalle fehlt jedoch in Köln eine Ausstellungshalle, die es den ortsansässigen Künstler*innen ermöglicht, ihr Werk in größeren Räumen zu präsentieren, die dem Publikum mehr als nur einen Ausschnitt des Oeuvres zur Ansicht bringt. Aus diesem Desiderat erwuchs in 2017 eine Initiative des Kulturamtes Köln, neue Kooperationspartner zu sondieren, um ein geeignetes Raumangebot für Kölner Künstler und Künstlerinnen zu finden. Dank der Zusammenarbeit mit der Michael Horbach Stiftung ist es gelungen, ein räumliches Angebot an die hiesige Künstlerschaft zu richten, das seinesgleichen in Köln sucht. In den vergangenen Jahren wurden im Rahmen von Update Cologne Werke von Adi Meier-Grolman (2018), Heiner Blumenthal und Matthias Surges (2019) sowie Doris Frohnapfel und Jon Shelton (2020) gezeigt.
Die Ausstellungsreihe wird konstant vom Kulturamt der Stadt Köln als Mitinitiator der Reihe gefördert sowie optional von weiteren, jährlich wechselnden Förderern finanziell unterstützt. Update Cologne #04 wird zusätzlich gefördert von der Beatrix Lichtken Stiftung, Gudrun Barenbrock wird unterstützt von der Stiftung Kunstfonds und Neustart Kultur. Die Klangkünstler Udo Moll und Klaus Osterwald werden unterstützt vom Musikfonds und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Seit 2018 fungiert das Kulturwerk des BBK Köln e.V. (www.matjoe.de/bbk-koeln-verein) als Träger der Reihe und informiert auf der Website http://www.update-cologne.de regelmäßig über den Status des Projektes. Projektkoordinatorin ist Petra Gieler, kuratiert wird Update Cologne von Birgit Laskowski.
Ein achtköpfiger Beirat lädt jährlich eine (oder zwei) Position(en) für die sechswöchige Ausstellung ein. Die beteiligten Künstler erhalten ein Honorar sowie einen Produktionskostenzuschuss; im Anschluss an die Präsentation wird eine Broschüre publiziert.

Details

Zeitraum:
Beginn:
21. März · 19:00
Ende:
18. April · 22:00
Thema:

Veranstaltungsort

Kunsträume der Michael Horbach Stiftung
Wormser Straße 23 (Hinterhof)
Köln, 50677
Telefon:
+49 1788474786
Website:
www.update-cologne.de

Veranstalter

Birgit Laskowski
E-Mail:
info@update-cologne.de