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OPEN SPACE
3. Dezember 2016 · 19:00 – 27. Februar 2017 · 19:00
Drei Künstler – 3 Positionen
Albert Brahaj, geboren 1967 in Fier/Albanien. Er studierte Malerei unter Prof. Edi Hila and der National Academy of Art in Tirana, dem einflussreichsten Lehrer für die junge Generation albanischer Künstler. In den 1990er Jahren öffnete sich die Malerei motivisch den zum Teil brachialen Transformationsprozessen in Albanien. Brahajs Bilder sind stets von einer unheimlichen Stille, die Motive sind überzogen von einem Schleier des Unwirklichen oder Fiktiven.
Die Innenräume sind nur Spuren menschlicher Existenz. Ein Bett, ein umgefallener Stuhl, ein hängender Telefonhörer. Ein Kinderfahrrad tritt in Wettstreit mit der Schöpfung, eingerahmt in einem Fenster.
In Brahajs Innenräumen kommen Personen nur vereinzelt vor und sind meist am Bildrand platziert. Menschen, wie wir sie hier kennenlernen, sind nur der Hauch eines Menschen. Das Bewusstsein des Raums bringt Spuren und Zeichen hervor für die Leere der Gegenwart des Menschen, heute und für alle Zeit.
Letitia Gaba
Die gebürtige Rumänin Letitia Gaba (1969), entführt uns in ihren Bildern in ein Labyrinth menschlicher Abgründe.
Gabas Netze strecken sich durch die Tragödie der Menschlichkeit. Sie zeigt die Welt als Ruine oder als gefräßigen Moloch, in der es sich als erschöpfte, willkürliche Kreatur sowohl unterzugehen, als auch in Form ein neugeborenen Kraft aufzuerstehen lohnt.
Robert Mohren
In der Serie „Die Frau und die Landschaft“ zeigt uns Robert Mohren (1968) in großformatigen Arbeiten isolierte Figuren, die handlungslos Zwiesprache mit der Natur halten. Mohren entwickelt hier die Rückenfigur zum zentralen Thema seiner Werke. Es handelt sich dabei weniger um reine Naturdarstellungen als um konstruktive Kompositionen.Die Landschaft wird nicht als alles umgreifender Umraum aufgefasst, sondern auf wenige, charakteristische Elemente ‑ Zaun, Baum, Hochsitz, Begrenzungspfeiler oder Bergkulisse reduziert. Mohren schaltet hier seine Rückenfigur zwischen Kunstraum und Realraum. Sie dient der Darstellung des Tiefenraums auf einer zweidimensionalen Bildfläche, mittels der sich der Betrachter mit der ins Bild schauenden Figur identifizieren und so die zu vermittelnde Räumlichkeit nachempfinden kann.
Mit seiner fotografischen Darstellung des Verhältnisses von Mensch und Raum hat Mohren das zentrale Thema seiner künstlerischen Arbeit bereits gefunden, das ihn bis heute mit unterschiedlichen motivischen Schwerpunktsetzungen in seinen Fotoserien beschäftigt
