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MARIA ZERRES

3. Februar 2017 · 19:0017. April 2017 · 18:00

Die von Maria Zerres entworfene Simultaneität von Ebenen und malerischen Ereignissen, ungenügenden Proportionen und verschiedenen Ansichten in einem einzigen Bild und der sichere, furchtlose Umgang mit Farbe reflektieren das Phänomen der Gleichzeitigkeit von Ebenen und ihrer direkten Verfüg-barkeit in unserer aktuellen Zeit. Abstrakt und gleichzeitig figurativ und extrem farbig. Aufeinander und Nebeneinander. Jederzeit. Anything goes, at the same time, anytime.
Zerres interpretiert den Aspekt der Simultaneität der perspektivischen Ebenen für sich vollkommen neu, indem sie auf dessen Präzision verzichtet. Sehr locker mixt sie ihren eigenen Cocktail aus ungestümem Schaffensdrang und klarer Bildanalyse. Als Konsequenz daraus verschmilzt die Figur immer mehr zur Form und parallel dazu die Form zur Figur. Es ist nicht wichtig, WAS dargestellt ist, sondern nur noch WIE. Bäume, Blumen, Tiere, lesende Frauen, Skifahrer ordnen sich dem formalen Ringen unter, das Maria Zerres bis ins Letzte herausfordert.
Manchmal benutzt Zerres auch nur die Linie, um die Figur von dem abstrakten Form-Farbfeld abzusetzen. Gleichzeitig verweben sich aber die Ebenen so, als ob sich vier verschiedene Bilder übereinanderlegen. Das Forschen nach der Erweiterung der Form übertrumpft sich, wenn sie ab den 2000er Jahren das Element der Zeichnung kongenial in den malerischen Raum des Bildes integriert. Die Zeichnung setzt sich nicht nur durch den Kohlestrich ab, sondern durch eine konsequente Abgrenzung und Ausgrenzung vom Malgrund.
A.R. Penck merkte bei einem Atelierbesuch von Maria Zerres Anfang der 90er Jahre an: „Hier ist alles richtig“ und „Der leere Raum kann bestehen, ohne eine Lücke darzustellen; er ist dem ausgefüllten Raum ebenbürtig. Das führt zur Dynamik.“ Und -„Schwarz und Weiß werden als Farbe behandelt. Das ist neu.“ Wenngleich es zunächst schwierig erscheint, die FormFarbFigur als essentiellen Bestandteil eines Zeitnervs zu betrachten, der sich dem kommentierenden Moment entzieht, ist diese Erkenntnis aus der Evolution der Malerei heraus umso zwingender und führt geradewegs zum Geheimnis der Kunst.

English: The simultaneity of planes and events in paint that characterises Maria Zerres’s compositions, the lack of proportion, her use of different views in a single picture and the confident, undaunted handling of paint and colour are reflecting the phenomenon of simultaneity of planes and their immediate availability that typify our current and incongruent times The abstract and the figurative appear as part of the same canvas, along with high pitches of colour, painted one upon the other and adjacent to each other in the composition of the painting. At any one time. Anything goes, at the same time, anytime!
Zerres interprets this aspect of the simultaneity of perspectival levels in her own entirely new way: by renouncing its precision. She very casually mixes her own cocktail of an uninhibited drive to create and a lucid visual analysis. As a result, the figure melts more and more into a form and – parallel to this – the form into a figure. It is not important what is depicted but only how. Trees, flowers, animals, women reading and skiers subordinate themselves to the formal struggle that pushes Zerres to her utmost limits.
Occasionally Zerres will take to line alone as a means of distinguishing a figure from an abstract form-and-colour field. At the same time, these various planes will be so enmeshed reciprocally that one has the impression of four different paintings overlaid one on the other. Later, from the 2000s onwards, the artist’s quest for extending form advanced itself when she so fittingly integrated the element of drawing into the painterly space of her paintings. Her drawing marks out its own space not only as a charcoal line, but also by its consistent setting off against and excluding of the picture ground.



Details

Beginn:
3. Februar 2017 · 19:00
Ende:
17. April 2017 · 18:00
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Galerie Brigitte Schenk
Albertusstrasse 26
Köln, 50667
Telefon:
0221 9250901
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Veranstalter

Galerie Brigitte Schenk | Sandra Rademacher
E-Mail:
sr@galerieschenk.de