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loneliness – negotiations – quotes – on or about

7. Juli · 18:0015. Juli · 22:00

Kunst über die Einsamkeit. Vier künstlerische Positionen zu diesem wichtigen Thema unserer Zeit bilden die Ausstellung „loneliness – negotiations – quotes – on or about“ der Kölner und Düsseldorfer Künstlerinnen Christi Knak Tschaikowskaja, Evdokia Michailidou, Isabelle Finou und Ingrun Schnitzler.

Nach über zwei Jahren Pandemie und den damit einhergehenden Freiheitsbeschränkungen gibt es wohl kaum einen Menschen, der Einsamkeit und Alleinsein nicht schon selbst erfahren hat. Psychische und physische Erkrankungen können Nebenwirkungen dieses Seelenzustands sein. Besonders Jugendliche, Singles und alte Menschen sind betroffen, wie eine Studie der EU-Kommission kürzlich ergab. Armut, Ausgrenzung und Anonymität in den Großstädten tun ein Übriges dazu, um Einsamkeit zu einem chronischen Zustand zu machen.

Ich und die Anderen – Einsamkeit in der Malerei, Text und Sound

Den Menschen und das Wesenhafte im Kontext der Umgebung thematisieren die Bildkompositionen von Ingrun Schnitzler, während sie in ihren Zeichnungen die Vereinzelung des Individuums, das Fühlen von Geborgenheit in der Natur und die Suche danach kreiert. Einsamkeit zu überwinden durch die Wahrnehmung der Natur, der Welt der Farben und Formen, vom Wesenhaften ist hier das zentrale Motiv.

Wie wirkt sich Einsamkeit auf Körper und Seele aus? Dieser Frage geht Evdokia Michailidou in einer Sound-Poetry-Installation nach. Ihre Prosa- und Lyrikfragmente beschreiben Narrative der Einsamkeit und sollen Leser*innen und Hörer*innen dazu anregen, sich von konventionellen Denkmustern zu lösen. Wie man sich als Einsame in Gesellschaften fühlt, beschreibt sie in ihrer Malerei.

Die Gender-Frage und die Einsamkeit

Die Kölner Performance-Künstler*in Christi Knak Tschaikowskaja stellt die Gender-Frage in den Mittelpunkt ihrer fünftägigen Performance „Exit Gender“. Menschen, die sich außerhalb der Geschlechterbinarität bewegen, leiden oft an der Isolation durch eine heteronorme, patriarchale Gesellschaft. In einigen Teilen der Erde können sie sich zwar mittlerweile outen, ohne diskriminiert, verstoßen oder getötet zu werden. Westliche Gesellschaften bemühen sich zudem sehr aktiv um die Aufweichung starrer Geschlechterklischees. Trotzdem stoßen die Betroffenen in ihrem Alltag vielfach auf Ablehnung, Hass und Hetze. Oft werden sie selbst nicht gefragt, wie sie angesprochen werden möchten. Ein gänzlicher Austritt aus dem Geschlechtsregister, ein „Exit Gender“, könnte der eigenen Genderidentifikation die notwenige Freiheit lassen. Die Künstler*in zeigt Objektkunst und Skulpturen, die Teil der Performance sind.

Musikalisch wird die Ausstellung von der jungen Kölner Sound-Performerin Isabelle Finou begleitet, die ihre speziell für die Ausstellung komponierten Sound-Collagen und Sound-Files spielen wird.

Interessierte können die Ausstellung nicht nur live im Kunsthafen erleben. Auch ein virtueller Rundgang im Netz ist über einen QR-Code möglich.

Details

Zeitraum:
Beginn:
7. Juli · 18:00
Ende:
15. Juli · 22:00
Thema:
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Veranstaltungsort

Kunsthafen, Kunsthaus Rhenania
Bayenstraße 28
Köln, 50678
Website:
https://kunsthafen.com/

Veranstalter

Evdokia Michailidou
E-Mail:
evdokiamichailidou@gmail.com