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Grenzzirkel

24. Januar · 19:001. März · 18:00

In dem nahezu quadratischen Raum (Hausnr. 23) zeigt Iris Hoppe die Videoskulptur Solistin (2019), eine im Kreis drehende Drahtfigur, die an eine Spieluhr-Ballerina erinnert.
Auf einem demontierten Videobildschirm zeigt die Künstlerin das Portrait ihrer verstorbenen Mutter, das wiederum von einem demontierten Videoplayer im Unterleib der Drahtfigur gespeist wird. Aus den Lautsprechern, den Ohren der Figur, erklingt das alte Volkslied Die Gedanken sind frei.
Im Hinterhof von Nr. 32 richtet sie für das Eröffnungswochenende die Rauminstallation Zeitwerk (2017) ein, in der sie mit einer Performance ihrer Tochter die 56. Biennale di Venezia durchquert, die vor dem Schattenwurf eines Spielzeugriesenrads 175 Radschläge im internationalen Kunstkontext gegen-den-Uhrzeigersinn dreht.
Die Videoarbeit Individual Borders im Innenraum von Nr. 32 entstand 2003 auf einer Autofahrt von Berlin nach Venedig, bei der Hoppe die deutsch-tschechische, tschechisch- österreichische, österreichisch-slowenische und slowenisch-italienische Landesgrenze sowohl auf abseitigen Nebenstraßen, wie auf Hauptverkehrsstraßen passierte um an den Grenzübergängen Reisende anzusprechen und diese aufforderte vor dem staatlichen Grenzübergang ihre ganz persönliche Grenze mit einem Stück Kreide auf dem Asphalt zu definieren. Das Video zeigt 40 ProtagonistInnen, die ihre individuell empfundene Grenze in Form eines Kreises um sich herum, zuweilen winzig und beengend, zeichnen.
Kennzeichnend für Hoppes Arbeiten sind die unmittelbare Einbeziehung von Passanten, Freunden und Familie sowie die Aufnahme der Standpunkte der Betrachter, die sie fortwährend erneut auslotet.
Die in Köln arbeitende Künstlerin Iris Hoppe studierte Autonome Bildende Kunst an der Gerrit Rietveld Academie in Amsterdam, wo sie von 1992 bis 2008 lebte. Hoppe nahm an zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland teil, u.a.: 2019 unscharf, im Rahmen des 3. Kunstpreises der Evangelischen Landeskirche, Kunsthalle Göppingen, 2018 Vorgebirgspark Skulptur, IG Kunst im Park Köln, statements Köln, partizipatorische Projekte, Artothek Köln, 2015 Video Box – Über Grenzen, inter media art institute, Düsseldorf, 2009 (in) place of border, Urbanfestival09, Zagreb, 2008 Art Cologne, Sonderausstellung imai, 2005 Urbanscreens, Stedelijk Museum Amsterdam, 2004 Thailand New Media Art Festival, Bangkok, 2003 [ve] 01 border counter, Utopia Station, Arsenale, Biennale di Venezia.
Solo Ausstellungen und Performances u.a.: 2019 Zeit(ver)lauf, Open Space, Kunstverein Leverkusen Schloss Morsbroich e.V., 2017 #pssst, Stadtbesetzungen II: Körperkunst, Kultursekretariat NRW Gütersloh, Monheim am Rhein, 2014 Future Perfect – wir vollenden die Zukunft, Euskirchen, 2008 Grenzmarkierungen-Köln, 2002 Meeting Point, Infoscreens simultan auf 26 Bahnhöfen. Hoppe erhielt zahlreiche Stipendien u.a.:
2017 Projektstipendium Kultursekretariat NRW Gütersloh, 2015 Residenzstipendium Künstlerdorf Schöppingen, 2011 Projektförderung, Landeszentrale für politische Bildung NRW, 2009 Forschungsaufenthalt, Goethe Institut Zagreb. 2008 wurde sie für den Landesförderpreis in der Sparte Medienkunst nominiert. 2002-2004 Arbeitsstipendium, The Netherlands Foundation for Visual Arts, Design and Architecture.
Weitere Informationen unter: http://www.irishoppe.com

Details

Zeitraum:
Beginn:
24. Januar · 19:00
Ende:
1. März · 18:00
Thema:

Veranstaltungsort

Raum für Gäste
Warmweiherstrasse, 23 + 32
Aachen, 52066
Telefon:
16091272084
Website:
www.raumfuergaeste.de

Veranstalter

Vera Hilger
E-Mail:
hello@raumfuergaeste.de