- Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.
René Kemp „Oh, What fresh hell is this?“
2. November 2017 · 20:00 – 22:00
Das Friedrich-Vordemberge-Stipendium für Bildende Kunst der Stadt Köln geht in diesem Jahr an den Künstler René Kemp. Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes übergibt den Förderpreis an den Künstler und eröffnet anschließend die mit der Auszeichnung verbundene Ausstellung „Oh, What fresh hell is this?“ in der artothek – Raum für junge Kunst. Die Laudatio hält Heike Kropff.
René Kemp versucht in seinen Werken der Komplexität der Welt eine Form zu geben. In seinen neuesten Arbeiten, die er in der artothek zeigt, wagt er dieses Unterfangen schwerpunktmäßig mit den Mitteln der Malerei. Die Verwendung von Textelementen und anderen Zitaten tritt zurück zugunsten einer abstrakt figurativen Malerei. Auf den ersten Blick wirken die Gemälde undurchdringbar. Auf den zweiten Blick glaubt man Orientierung gefunden zu haben, die auf dem dritten Blick dem Zweifel weicht. „Es geht in diesen neuen Bildern weniger um das vollständige Abstrahieren, denn vielmehr um die Annäherung an ein neues Verständnis von Realismus“ (R. Kemp 2017).
René Kemps bisheriges künstlerisches Œuvre umfasst Zeichnungen, Collagen, Drucke und Gemälde. Er schreibt, zeichnet und malt, druckt und stickt, setzt mitunter kulturelle Artefakte wie z.B. Schallplatten, Textilien oder Aufnäher ein. Oftmals kombiniert er Techniken. In vielen Arbeiten verwendet er Text – Textblöcke, Zitate oder Aphorismen – als visuelles Element der Werkkomposition oder als ergänzende Werktitel. Die Bezugssysteme seiner verwendeten Materialien und Techniken variieren: sie entstammen der Hoch- und Populärkultur, verweisen auf politische Ereignisse oder private Erfahrungen, sind unterschiedlicher Provenienz, Historizität und Qualität. Im Zusammenspiel entfalten sie eine vielschichtige Wirksamkeit.
