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SUMMARY:Der flexible Plan. Das Rokoko in der Gegenwart
DESCRIPTION:Mit Werken von Leonor Antunes\, Cornelia Badelita\, Karla Black\, Thierry Boutemy\, Glenn Brown\, Alice Channer\, Edith Dekyndt\, Anke Eilergerhard\, Katharina Grosse\, Jeppe Hein\, Rachel Kneebone\, Alexej Koschkarow\, Lois Renner\, Anri Sala\, Markus Schinwald\, Anj Smith und Pia Stadtbäumer. \nRokoko – zeitgemäß interpretiert: Die Ausstellung Der flexible Plan. Das Rokoko in der Gegenwartskunst beschäftigt sich mit dem ideengeschichtlichen und formenprägenden Fortleben des Rokoko in der heutigen Kunstproduktion. \nDabei ist der Bezug heutiger Künstler*innen auf das Rokoko mehrfach medial und intellektuell gebrochen. Die Natur\, die im Zeitalter des Rokoko eine zentrale Rolle spielt\, überführt beispielsweise Alice Channer in ihren Muschel- und Krabbenarbeiten in (post)industriell produzierte\, hybride Objekte. Lois Renners Fotografien der Stiftsbibliothek Admont wie auch Markus Schinwalds zeit-genössische Fragonard-Adaption\, Jeppe Heins Lichtinstallation Enlightenment (Aufklärung\, 2002) und Pia Stadtbäumers opulent-freizügige Rokoko-Figuren bringen die divergierenden Pole des 18. Jahr-hunderts zusammen\, welche die Spannbreite der Ausstellung bestimmen:\nDer flexible Plan entspannt sich zwischen Aufklärung und Décadence\, Zurückhaltung und Opulenz\, praller Lebenskraft und morbider Schönheit.\nFür diese Welt\, in der alles zur Inszenierung wird\, sind Abwechslung und Unterhaltung oberstes Gebot\, Langeweile ihr Tod. So wundert es nicht\, dass erotische Sujets\, pikante und amüsante Geschichten die Motivik der Kunst und Literatur bestimmen\, immer wieder durch neue Reize überboten (hierin nicht unähnlich heutigen TV-Unterhaltungsformaten). Und während die gesellschaftliche Ordnung der breiten Bevölkerung geradezu um die Ohren fliegt\, tritt man auf adeliger Ebene den Rückzug ins Private an. Heute hingegen wird das Private öffentlich. \nExzessive Formen\, laszive Farben\, frivoles Spiel: Folgt man dem Klischee\, so hat die Epoche des Rokoko\, im Spagat zwischen Décadence und Aufklärung\, das 18. Jahrhundert in ein gepudertes\, pastellfarbenes Gewand gezwängt. Dem historisch distanzierten Blick hingegen präsentiert sich\ndiese Zeit als hochkomplexer „Dampfkochtopf“ unterschiedlichster\, wenn nicht sogar gegenläufiger Interessen\, die sich in der Folge über ganz Europa ergießen werden.\nSo beschreibt Voltaire das Rokoko zwar als das Jahrhundert der Kleinigkeiten (le siècle des petitesses) und befördert damit die Idee eines „Tapezierstils“ (Egon Friedell\, 1929/1969)\, dem ein Übermaß an Dekor und Schmuck\, an Vergnügen und inhaltsloser Ablenkung zu eigen sei. Zugleich aber legen Diderot und d’Alembert ab 1751 mit ihrem riskanten Projekt der Enzyklopädie die Lunte an den leicht entflammbaren Zündstoff der Revolution.\nDass die Enzyklopädie zu einer nie dagewesenen Wissensexplosion und zugleich zur antimonar-chistischen und antiklerikalen In-Frage-Stellung der gesellschaftlichen Welt geführt hat\, ist unbe-stritten. Die neue Ordnung und Sichtbarmachung des Wissens brachten einen fundamentalen Umbruch mit sich\, der mit dem Aufkommen und der Nutzung des Internets in unserer Zeit zu vergleichen ist.\nUnd während Diderot kämpferisch appelliert „Kein Pardon für Abergläubige\, Fanatiker\, Unwissende\, Narren\, Bösewichter und Tyrannen“ (aus dem Zeitalter der Fake-News betrachtet ein geradezu prophetischer Aufruf)\, wird im Boudoir\, der anderen großen Bühne des Zeitalters\, das intrigante (Lust-)Spiel perfektioniert: „Seien wir aufrichtig: in unseren Arrangements\, die ebenso kalt wie frivol sind\, ist das\, was wir Glück nennen\, kaum ein Vergnügen“ (De Laclos\, Gefährliche Liebschaften\, 1782).\nAuch in den Bauten des Rokoko zeigen sich weniger politisch-repräsentative Funktionen als viel-mehr ihre Bestimmung\, dem Vergnügen zu dienen. So wird für die Ausstellung das Lustschloss Morsbroich zur großartigen Bühne: Auf ihr entfaltet sich ein Panorama von Werken der Gegenwarts-kunst\, die nicht nur virtuos mit der Idee des Frivolen spielen – wie die Arbeiten von Pia Stadtbäumer oder Alexej Koschkarow –\, sondern auch die Räume inszenieren und atmosphärisch aufladen\, wenn etwa Anri Sala das räumliche Erlebnis durch das Ephemere\, das Akustische erweitert\, Thierry Boutemy in seinen floralen Installationen die Grenzen zwischen Außen und Innen verwischt oder Katharina Grosse die Malerei in den Raum erweitert.\nKuratorinnen der Ausstellung sind Stefanie Kreuzer und Heike van den Valentyn.\nBegleitend zur Ausstellung erscheint eine Publikation\, die Installationsansichten aller Kunstwerke\, eine Einführung von Stefanie Kreuzer und einen Essay von Heike van den Valentyn enthalten wird.
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LOCATION:Museum Morsbroich\, Gustav-Heinemann-Str. 80\, Leverkusen\, 51377
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SUMMARY:Peter Piller. Peripheriewanderung Leverkusen
DESCRIPTION:Im Frühjahr 2018 umwanderte Peter Piller Leverkusen in drei Etappen. Er brach auf in die unbekannte und unbeachtete großstädtische Peripherie\, wobei Abweichungen und Überraschungen jederzeit möglich und willkommen waren. Mit scharfem\, mal humorvollem\, mal melancholischem Blick nimmt Pillers Kamera merkwürdige Siedlungen ins Visier\, Brachen und Bahntrassen\, Leverkusen zwischen Reiterhof\, Bayerkreuz und Deponie. \nPeter Piller interessiert sich seit Mitte der 1990er Jahre für die unbekannte Peripherie. Damals fing er an großstädtische Randgebiete zu durchstreifen. Gerne startet Peter Piller seine Wanderungen dort\, wo es mit dem Bus nicht mehr weiter geht. Von hier aus läuft er einfach der Nase nach. Er folgt seinem Blick und vertraut auf die Erfahrung\, dass die interessantesten und erstaunlichsten Entdeckungen an den „langweiligsten“ Orten zu machen sind: dort\, wo ästhetische Anarchie herrscht\, wo niemand so genau hinguckt. Am Übergang von Stadt und Land\, im Spannungsfeld zwischen Kontrolle und Wildwuchs\, endet die Zivilisation\, sie löst sich auf und geht in Natur über – oder umgekehrt\, je nach Perspektive. \nUnterwegs entstehen Fotografien. Knapp protokolliert Piller die Strecke. Schon die Straßennamen lassen anklingen\, welche Zonen der Künstler durchquert. Erst im Nachhinein\, im Atelier rekapituliert Piller die zurückgelegten Wege. Zeichnend erinnert er sich. In einer Art mental maps vollzieht er mit dem Tuschestift die Etappen nach und streut verschiedene Detaildarstellungen ein. Diese führt Piller in seinen Bleistiftzeichnungen weiter aus. Miniaturisiert hallen dort Beobachtungen und Begegnungen nach\, ergänzen sich wechselseitig mit den Fotografien und seinem Text und verdichten sich zu einem ungewöhnlichen Bild der Stadt an ihren Rändern. \nKurator der in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler entstandenen Ausstellung ist\nFritz Emslander.
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SUMMARY:Markus Oehlen. Linolschnitte
DESCRIPTION:Die Linie hat seit den frühen 1980er Jahren\, als der Maler und Musiker Markus Oehlen\n(* 1956 in Krefeld\, lebt und arbeitet in München) als Vertreter der sogenannten „Neuen Wilden“ in Punkmanier den Cross-Over verschiedener Kunstformen erprobte\, immer einen besonderen Stellenwert in seinem Werk behauptet. Oehlen entwickelte eine unverwechsel-bare Bildsprache\, die sich bis heute aus grafischen Elementen zusammensetzt. Seine Linien-geflechte bilden mal vage erkennbare Körperfragmente aus\, mal wirken sie schablonenartig abstrakt. Oehlens mehrschichtig daraus aufgebaute Gemälde entfalten eine fast psychede-lische Wirkung\, die an technische Bildstörungen oder an Op Art erinnert. \nMarkus Oehlens Bilder lassen an Computerästhetik und bildgebende Techniken in den Naturwissenschaften denken. Mit Fragmentierung\, Wiederholung und Sampling übernimmt der Künstler Strategien aus Medienkunst und Musik. Dabei sind Oehlens in der Schwebe zwischen Figürlichem und Abstraktem gehaltene Bildwelten nicht digital generiert\, sondern mit großer Präzision von Hand gemacht. Bei genauerem Hinsehen erweisen sich seine un-übersichtlichen Kompositionen als Ergebnisse eines sorgfältigen Prozesses von Übertragung und Kombination. \nUm 1990 begann Oehlen mit konventionellen grafischen Techniken wie dem Linol-schnitt zu experimentieren\, um die Möglichkeiten der Malerei zu erweitern. Einzelne der gedruckten Muster und Motive projiziert er auf die Leinwand und überträgt sie mit Filzstift. Collageartig überlagert er Schicht für Schicht die im Linolschnitt vorformulierten Formen\, dann konturiert und akzentuiert er mit Pinsel und Farbe. So grundieren Gitterstrukturen seine Bilder\, wie Vorhänge schieben sich in den Bildraum Netze\, vor denen durch 3D-Effekte einzelne Linienwulste oder hybride Körper hervortreten. \nDie Ausstellung führt Oehlens flirrende Kompositionen auf ihre grafische DNA zurück. Im Zentrum steht eine Suite von 76 Linolschnitten\, die in den Jahren 1990-96 entstanden sind und 2006 gedruckt wurden. Hier entfaltet sich Bild für Bild sehr spielerisch Oehlens motivi-sches Panoptikum. Hier lässt sich nachvollziehen\, wie Schritt für Schritt eine Form zur anderen kommt\, wie sich einzelne Strukturen unter der Hand des Künstlers wandeln und in neue Kontexte überführt werden – ein Pool von grafischen Motiven\, die der Maler wie ein Kaleidoskop nutzt und daraus schichtweise neue Bilder aufbaut. \nKurator der Ausstellung ist Fritz Emslander.
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SUMMARY:ars viva 2019
DESCRIPTION:Niko Abramidis & NE\,\nCana Bilir-Meier\, Keto Logua \nNiko Abramidis & NE\, Cana Bilir-Meier\, Keto Logua \nAusstellungslaufzeit: 07. Oktober 2018 bis 20. Januar 2019 \nKuratorin: Julia Höner \nKAI 10 | ARTHENA FOUNDATION richtet in diesem Jahr die Ausstellung der aktuellen ars viva-Preisträger*innen aus: Niko Abramidis & NE\, Cana Bilir-Meier und Keto Logua. Die Ausstellung ist eine Zusammenarbeit zwischen KAI 10 | ARTHENA FOUNDATION und dem Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e. V. Dieser vergibt seit 1953 jährlich den ars viva-Preis für Bildende Kunst an junge in Deutschland lebende Künstler*innen\, deren Arbeit sich durch hohe künstlerische Qualität und ein Bewusstsein für gegenwärtige Fragestellungen auszeichnet. Neben zwei Ausstellungen mit zugehöriger Publikation\, zunächst in KAI 10 in Düsseldorf und im Sommer 2019 im Kunstmuseum Bern\, erhalten die Künstler*innen eine Residency auf Fogo Island (Kanada) und ein Preisgeld in Höhe von je 5.000 Euro.
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LOCATION:KAI 10 | ARTHENA FOUNDATION\, Kaistraße 10\, Düsseldorf\, 40221
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SUMMARY:William Engeln: Heute hat die Orgel wieder schön gespielt
DESCRIPTION:William Engelens (*1964 in Weert\, Niederlande) Kunst ist ein Nachinszenieren von Räumen und Situationen. Mit dem Konzept „Heute hat die Orgel wieder schön gespielt“ holt er die historische Klausing-Orgel an ihren Ursprungsort zurück. \nWilliam Engelen ist ein Konzept-Künstler und Komponist\, dessen vielfältiges Schaffen sich zwischen Klanginstallation\, bildender Kunst\, Happening\, Performance und Musik bewegt. Seine Arbeiten zeichnen sich durch eine besondere Beziehung zwischen Klängen\, der Spezifik des Raums und unwiederholbaren Situationen aus. Mit dem ironischen Titel „Heute hat die Orgel wieder schön gespielt“ verweist er auf ein Spiel mit Erwartungen und Wahrnehmungen\, aber auch auf die Unsichtbarkeit von Instrument und Musiker. Kompositorisches Ziel der Ausstellung „Heute hat die Orgel wieder schön gespielt“ ist es\, die Klausing-Orgel in das Osnabrücker Kirchenschiff\, zu „translozieren“. Denn die Klausing-Orgel der Meller Matthäus-Kirche befand sich ursprünglich in der Kirche des Dominikanerordens in Osnabrück\, wo heute die Kunsthalle beheimatet ist. Nach der Säkularisierung während der napoleonischen Kriege 1803 wurde die Orgel 1819 der Pfarrei in Melle übereignet. Engelen holt sie klanglich wieder zurück. \nEngelens musikalische Werke sind zumeist graphisch notiert und der Neuen Musik zuzurechnen. Seine Partituren sind eigenständige Kunstwerke\, die sich in die multimedialen Installationen einfügen. Wer das Programm der Kunsthalle aufmerksam verfolgt hat\, konnte das Produktionsverfahren des Künstlers in den vergangenen Wochen mitvollziehen. Besucher*innen\, die die Konzerte „Gebrauchsspuren“ (22. September) auf dem Platz vor der St. Katharinenkirche vor dem Lortzinghaus in Osnabrück oder die Uraufführung „Heute hat die Orgel wieder schön gespielt“ in St. Matthäus in Melle (14. Oktober) miterlebt haben\, wurden mittels Videodokumentation Teil des Kunstwerks und sind nun der Ausstellung. \nEs zeigt sich: Die medial geprägte Lebenswelt hat die Erwartungshorizonte des Publikums merklich verändert. Es scheint\, als ob nicht mehr das Stoffliche\, sondern das medial Verdichtete das Reale sein soll. Doch was bedeutet das für die Wirkungskraft von Kunst in der Gesellschaft? Ist Engelens Minimalismus ein Versuch\, sich den Überwältigungsstrategien entgegen zu stellen? Kann Kunst gar die Verflüchtigungen und Entmaterialisierungen sinnlich rückverwandeln? Kann Kunst das Oszillieren zwischen Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit greifbar machen? Oder gewährt der Künstler durch die Offenlegung der Produktionsprozesse gar nur warnende Einblicke in das\, was bei „Translozierungen“ verloren gehen kann? \nDie zwölfteilige Komposition „Heute hat die Orgel wieder schön gespielt“ (14. Oktober\, St. Matthäus Melle) folgte einer besonderen Anweisungssequenz: „Übernatürliche Wesen“\, „Das Profane“\, „Der Gesang der Engel“\, „Beschwörung böser Geister“\, „Eine Erscheinung mit Verspätung“ und „Der unbändige Kalkant“\, angekündigt von sechs Intonationen. Die Komposition wurde von Stephan Lutermann auf der Klausing-Orgel eingespielt. Die Partitur „Gebrauchsspuren“ wurde vom kanadischen Pianisten Benoît Gagnon interpretiert. \nAusstellungen von William Engelen (Auswahl): Falten\, Drawing Center\, New York\, USA; Partitur Belval\, PAE\, Belval\, Luxembourg; Bienial de las Indas\, Cartagena\, Colombia; Drawing a universe\, Kai 10\, Düsseldorf; Mobile after Calder\, Kunsthalle Wilhelmshaven; Ambitus\, Kunstmuseum Kloster unser lieben Frauen\, Magdeburg; I wish this was a song\, Nasjonalmuseet for kunst\, arkitektur og design\, Oslo\, Norwegen; Music Box\, Haus am Waldsee\, Berlin; Das Gespinst\, Museum Abteiberg\, Mönchengladbach\, Extended composition\, CentrePasquArt\, Biel\, Swiss; System und Sinnlichkeit\, Kupferstichkabinett\, Berlin. \nMusikfestivals und Aufführungsorte (Auswahl): Maerzmusik\, Berlin; Klangbrücken Hannover; Bludenzer Tage Zeitgemäße Musik\, Bludenz; Ultima\, Oslo; Gaudeamus Muziekweek\, Utrecht; Issue Projectspace\, New York; ZDF Hauptstadtstudio\, Berlin; Akademie der Künste\, Berlin; Bauhausbühne\, Dessau; Stedelijk Museum\, Amsterdam; Doelen\, Rotterdam. \nDie Ausstellung „Heute hat die Orgel wieder schön gespielt“ von William Engelen wird vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur unterstützt. Das Programm der Kunsthalle wird vom Freundeskreis der Kunsthalle gefördert. Die Kunsthalle Osnabrück dankt der Gebr. Rohlfing Musikland GmbH & CO. KG\, der Loge zum Goldenen Rade\, der Matthäus Kirchgemeinde in Melle und Stephan Lutermann und der Musik- und Kunstschule Osnabrück für die Zusammenarbeit. Im Januar 2019 präsentiert die Kunsthalle Osnabrück zusammen mit dem Künstler die neue CD\, die das Projekt dokumentiert. \nAbb.: William Engelen\, Heute hat die Orgel wieder schön gespielt\, Kunsthalle Osnabrück\, 2018\, Foto: Angela von Brill
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SUMMARY:THE UNSTRUNG HARP
DESCRIPTION:JOSCHA BENDER\, RUSLAN DASKALOV\, LUTZ DRIESSEN\, THOMAS GRÜNFELD\,\nROSHNI GRUNENBERG\, JAN HÜSKES\, URS LÜTHI\, ANKICA MARJANOVIC\,\nPAUL SCHUSEIL\, CHRISTIAN WIESER \n“My mission in life is to make everybody as uneasy as possible. I think we should all be as uneasy as possible\, because that’s what the world is like.” (EDWARD GOREY) \nUnter dem Titel „The Unstrung Harp“* geht die Ausstellung der Vorstellung einer unbeholfenen\, schwerfälligen Form nach\, die von der Auseinandersetzung mit den Schwierigkeiten und Unwägbarkeiten der Formfindung geprägt ist und von Zweifeln\, Irritationen und Fehlern zeugt\, die während des kreativen Prozesses aufkommen. \nAllen Werken ist ein unruhiges Moment des essentiellen Widerstandes eingeschrieben\, der sich – als Störung – der Eindeutigkeit und damit dem künstlerischen Ideal einer vollkommenen Gestalt widersetzt. Da Überraschungen\, Zufälle und Anfälligkeiten in die Gestaltung einbezogen werden\, ist das Scheitern als zugleich bedrohlicher und befreiender Ausgang immer auch gegenwärtig. \nDie künstlerischen Positionen sind allesamt einem figürlichen Stil und weitgehend traditionellen Techniken – Malerei\, klassische Bildhauerei\, Zeichnung – verpflichtet. Das Bemühen um ein handwerkliches Können\, die Beherrschung des Materials scheint reaktionär\, jedoch ist die Auflehnung gegen den damit einhergehenden Perfektionsanspruch deutlich spürbar. Teilweise holprig in der Machart\, treten hier zweifelhafte Ergebnisse und Zufallsprodukte in Erscheinung. Oft erkennt man eine humorvoll verfehlte Anmut\, eine `missglückte´ Gestalt\, deren Unvollkommenheit nicht so sehr auf einen Mangel an Fähigkeit\, sondern vielmehr auf eine bewusste Entscheidung zugunsten der Freiheit der Form verweist. Sie erscheint in beweglichen\, brüchigen Zuständen: amorph\, hybrid\, flüchtig\, fragil\, fragmentarisch. \n„Mich interessieren diese nicht-gesicherten Zustände“\, sagt URS LÜTHI (*1947)\, „der Moment\, wo alles kippen kann.“ Der Künstler\, in den 1970er Jahren bekannt durch androgyn inszenierte Selbstbildnisse\, die eine Identität jenseits der Konformität eindeutiger Geschlechtsmerkmale propagierten\, thematisiert die Schwierigkeiten der Selbstfindung\, sich selbst immer als Modellfigur bei seinen Rollenspielen einsetzend. Er parodiert Idealbilder und starre Identitätskonzepte zugunsten eines subversiven und humorvollen Umgangs mit Konventionen und Kriterien. \nDiese freche und flexible Fluktuation zwischen Formzuständen ist auch den Werken von JAN HÜSKES (*1991) eigen. „Sundogs“ ist eine Hybridkonstruktion\, die zwischen Möbel und Maschine angesiedelt ist und nicht nur die Form\, sondern auch eine angedeutete Funktion im Ungewissen lassen. Die Gegenüberstellung von spitzen Metallteilen – wie Antennen aggressiv aufgestellt – und weichen Polstern\, ergibt ein uneinheitliches Gesamtbild\, welches zugleich futuristisch und archaisch anmutet. \nAuch CHRISTIAN WIESERs (*1991) „Steinmänner“ setzen sich aus einer Vielzahl heterogener Elemente zusammen. Wie ein Tüftler oder Bricoleur (C. Lévi-Strauss) greift Wieser auf vorhandene\, gefundene\, teils verworfene Materialien wie elektronische Teile\, Steine\, Metall\, Holzstücke\, Glas\, Keramik zurück\, um diese zweckentfremdend und improvisierend zu kombinieren und verwerten. Wieser lötet\, bindet\, klebt\, dabei werden alle Komponenten rudimentär ausbalanciert\, so dass die Fragilität und Instabilität der Figuren sichtbar wird. Diese spielerische Zerbrechlichkeit verweist auf ein ständiges Problemlösen\, Reparieren\, Tüfteln\, Basteln in Anerkennung der Vielfalt gestalterischer Möglichkeiten\, die sich erst durch die eingehende Beschäftigung mit dem Material ergeben. \nEine vermeintliche Einheit der Gestalt hingegen suggerieren die Skulpturen von JOSCHA BENDER (*1991)\, die in handwerklich ausgefeilter Bildhauerkunst aus einem Gips- oder gar Marmorblock gehauen oder in Bronze gegossen sind. In seiner Neuinterpretation des Denkmals\, greift Bender zwar auf eine repräsentative Darstellungsform zurück\, umgeht jedoch deren Zweck. Statt der Ehrung einzelner verdienter Persönlichkeiten oder historischer Ereignisse\, widmet Bender seine Denkmäler einem „Waldarbeiter“ und einem „Schüler“. Während Bender für das „Waldarbeiterdenkmal“ die Formensprache antiker Sportler- und Kriegerstatuen aufgreift\, wirkt die im „Schülerdenkmal“ zur Anschauung gebrachte Verführungsszene etwas hölzern und ungelenk. \nIn RUSLAN DASKALOVs (*1979) Kompositionen\, die mittels eines Grafikprogramms durch ein additives Verfahren am Computer entstehen\, werden Frauenfiguren mit Landschaften und Stillleben zusammengeführt. Die mitunter verführerischen Posen der weiblichen Gestalten\, deren barocke Monumentalität an die massiven Figuren von Hendrik Goltzius erinnert\, wirken durch die prägnanten Auswölbungen ihrer ellipsoiden `Bausteine´ wie Persiflagen auf die Ausgewogenheit klassischer Proportionen. Bisweilen werden einzelne Körperteile durch artfremde Elemente ersetzt\, Blumen\, Äste\, Tannenzweige treten an die Stelle von Gesicht\, Bein oder Brust. \nDie Werke von THOMAS GRÜNFELD (*1956) weisen eine formale Geschlossenheit und ganzheitliche Harmonie auf. Ihre geschmeidige Kontur täuscht darüber hinweg\, dass es sich um Mischformen handelt\, deren einzelne Bestandteile gemeinhin als unvereinbar gelten. Grünfeld überführt diese disparaten Elemente in einen neuen bildnerischen – und damit kontextuellen – Zusammenhang\, wie beispielsweise seine `unzulässigen´ Kreuzungen der Serie „misfits“. Grünfelds gestalterischer Ansatz hebt die Kategorisierung von Formen auf\, um stattdessen Kunst\, Design\, Körper zu durchmischen und assoziative Freiräume zu nutzen. \nLUTZ DRIESSEN (*1976) unterläuft die Grenzen zwischen Form und Formlosigkeit. In der Mitte der hier gezeigten Skulpturen aus Ton steht ein weiß lackierter und durch eine leuchtend pinkfarbene Naht zerklüfteter `Klumpen´. Die voluminöse Materie\, von einem Rahmen aus einfachen Holzleisten eingefasst\, ist etwas zusammengesackt\, ein Tennisball füllt die entstehende Lücke. Diese einfache Erscheinung lässt an den kindlichen Bau eines Schneemanns denken\, der nur sparsam modelliert wird und durch Hinzufügung weniger zeichenhafter Attribute ein Gesicht bekommt. So erweisen sich Driessens bildnerische Gliederungs- und Gestaltungselemente als spontane\, improvisierte Setzungen\, die einen prekären schöpferischen Balanceakt zu simulieren scheinen. \nNicht die meisterhafte Ausformulierung oder die akkurate Wiedergabe eines Gegenstandes treibt ROSHNI GRUNENBERG (*1984) an\, sondern vielmehr die Spiel- und Zwischenräume\, welche die Malerei eröffnet: Die Verschiebungen zwischen Zwei- und Dreidimensionalität\, die Perspektivwechsel und Kippmomente des Vexierbildes. Sie vermittelt eine überraschende Sicht auf alltägliche Dinge\, etwa auf den kahlen Hinterkopf eines Mannes\, dessen wulstiger Hals einer schrägen schwarzen Linie aufliegt. Isoliert und damit völlig aus einem körperlichen und kompositorischen Gefüge gelöst\, schwebt er im nicht näher bezeichneten Raum. Woanders scheinen einige graue Wolken am oberen Bildrand ohne jeden Himmelsbezug für sich zu stehen. \nPAUL SCHUSEILs (*1989) Serie „Hilfen“ stellen Ergänzungen bzw. Erweiterungen des menschlichen Körpers dar\, die ausgehend von einer bestimmten Haltung wie Orthesen gefertigt werden\, um „den Menschen in der Idee beispielsweise beim Denken\, Betrachten\, Verzweifeln oder Posieren zu unterstützen“ (Schuseil). „Der Denker – eingeschlafen“\, ein skelettartiges Gerüst aus Bronze\, changiert zwischen angedeuteter Funktionalität und abstrakter Verfremdung. \n“If something doesn’t creep into a drawing that you’re not prepared for\, you might as well not have drawn it.” (Edward Gorey) Dieser Auffassung scheinen auch die Gemälde und Zeichnungen von ANKICA MARJANOVIC (*1973) zu folgen. Sie tastet sich suchend vor\, der erratische Strich ergibt flüchtige Skizzen. Es sind Versuche\, eine Form zu finden\, deren Entwicklungspotential noch nicht erschöpft ist. Marjanovic scheint in die Untiefen des Unterbewußtseins zu dringen\, dessen verdichtete Bildwelten und verschlüsselte Botschaften sie wie ein Messgerät registriert. \n* In seiner Erzählung „The Unstrung Harp“ (Die Harfe ohne Saiten\, 1953) beschreibt und illustriert Edward Gorey in unnachahmlich skurriler Art anhand der Figur des R(onald) F(rederic) Melf\, einem der bedeutendsten Romanciers seiner Zeit\, der im späten Herbst mit einem neuen Roman beginnt\, die Mühsal des schöpferischen Prozesses. Mit eigenwilligem Humor schildert er den Weg vom feststehenden Titel\, für den noch kein Stoff existiert\, zum Manuskript und fertigen Buch; ein Weg voller Qualen und Seelennöte im Kampf gegen Versagensängste\, drohende geistige Ausfälle und Ungereimtheiten\, Entfremdung und Enttäuschung\, innere Leere und Zerrissenheit\, die sich in sonderbaren Zuständen und neurotischen Übersprungshandlungen niederschlägt.
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SUMMARY:THE UNSTRUNG HARP
DESCRIPTION:JOSCHA BENDER – RUSLAN DASKALOV – LUTZ DRIESSEN – THOMAS GRÜNFELD – ROSHNI GRUNENBERG – JAN HÜSKES – URS LÜTHI – ANKICA MARJANOVIC – PAUL SCHUSEIL – CHRISTIAN WIESER \n“My mission in life is to make everybody as uneasy as possible. I think we should all be as uneasy as possible\, because that’s what the world is like.” (EDWARD GOREY) \nUnter dem Titel „The Unstrung Harp“* geht die Ausstellung der Vorstellung einer unbeholfenen\, schwerfälligen Form nach\, die von der Auseinandersetzung mit den Schwierigkeiten und Unwägbarkeiten der Formfindung geprägt ist und von Zweifeln\, Irritationen und Fehlern zeugt\, die während des kreativen Prozesses aufkommen. \nAllen Werken ist ein unruhiges Moment des essentiellen Widerstandes eingeschrieben\, der sich – als Störung – der Eindeutigkeit und damit dem künstlerischen Ideal einer vollkommenen Gestalt widersetzt. Da Überraschungen\, Zufälle und Anfälligkeiten in die Gestaltung einbezogen werden\, ist das Scheitern als zugleich bedrohlicher und befreiender Ausgang immer auch gegenwärtig. \nDie künstlerischen Positionen sind allesamt einem figürlichen Stil und weitgehend traditionellen Techniken – Malerei\, klassische Bildhauerei\, Zeichnung – verpflichtet. Das Bemühen um ein handwerkliches Können\, die Beherrschung des Materials scheint reaktionär\, jedoch ist die Auflehnung gegen den damit einhergehenden Perfektionsanspruch deutlich spürbar. Teilweise holprig in der Machart\, treten hier zweifelhafte Ergebnisse und Zufallsprodukte in Erscheinung. Oft erkennt man eine humorvoll verfehlte Anmut\, eine `missglückte´ Gestalt\, deren Unvollkommenheit nicht so sehr auf einen Mangel an Fähigkeit\, sondern vielmehr auf eine bewusste Entscheidung zugunsten der Freiheit der Form verweist. Sie erscheint in beweglichen\, brüchigen Zuständen: amorph\, hybrid\, flüchtig\, fragil\, fragmentarisch. \n„Mich interessieren diese nicht-gesicherten Zustände“\, sagt URS LÜTHI (*1947)\, „der Moment\, wo alles kippen kann.“ Der Künstler\, in den 1970er Jahren bekannt durch androgyn inszenierte Selbstbildnisse\, die eine Identität jenseits der Konformität eindeutiger Geschlechtsmerkmale propagierten\, thematisiert die Schwierigkeiten der Selbstfindung\, sich selbst immer als Modellfigur bei seinen Rollenspielen einsetzend. Er parodiert Idealbilder und starre Identitätskonzepte zugunsten eines subversiven und humorvollen Umgangs mit Konventionen und Kriterien. \nDiese freche und flexible Fluktuation zwischen Formzuständen ist auch den Werken von JAN HÜSKES (*1991) eigen. „Sundogs“ ist eine Hybridkonstruktion\, die zwischen Möbel und Maschine angesiedelt ist und nicht nur die Form\, sondern auch eine angedeutete Funktion im Ungewissen lassen. Die Gegenüberstellung von spitzen Metallteilen – wie Antennen aggressiv aufgestellt – und weichen Polstern\, ergibt ein uneinheitliches Gesamtbild\, welches zugleich futuristisch und archaisch anmutet. \nAuch CHRISTIAN WIESERs (*1991) „Steinmänner“ setzen sich aus einer Vielzahl heterogener Elemente zusammen. Wie ein Tüftler oder Bricoleur (C. Lévi-Strauss) greift Wieser auf vorhandene\, gefundene\, teils verworfene Materialien wie elektronische Teile\, Steine\, Metall\, Holzstücke\, Glas\, Keramik zurück\, um diese zweckentfremdend und improvisierend zu kombinieren und verwerten. Wieser lötet\, bindet\, klebt\, dabei werden alle Komponenten rudimentär ausbalanciert\, so dass die Fragilität und Instabilität der Figuren sichtbar wird. Diese spielerische Zerbrechlichkeit verweist auf ein ständiges Problemlösen\, Reparieren\, Tüfteln\, Basteln in Anerkennung der Vielfalt gestalterischer Möglichkeiten\, die sich erst durch die eingehende Beschäftigung mit dem Material ergeben. \nEine vermeintliche Einheit der Gestalt hingegen suggerieren die Skulpturen von JOSCHA BENDER (*1991)\, die in handwerklich ausgefeilter Bildhauerkunst aus einem Gips- oder gar Marmorblock gehauen oder in Bronze gegossen sind. In seiner Neuinterpretation des Denkmals\, greift Bender zwar auf eine repräsentative Darstellungsform zurück\, umgeht jedoch deren Zweck. Statt der Ehrung einzelner verdienter Persönlichkeiten oder historischer Ereignisse\, widmet Bender seine Denkmäler einem „Waldarbeiter“ und einem „Schüler“. Während Bender für das „Waldarbeiterdenkmal“ die Formensprache antiker Sportler- und Kriegerstatuen aufgreift\, wirkt die im „Schülerdenkmal“ zur Anschauung gebrachte Verführungsszene etwas hölzern und ungelenk. \nIn RUSLAN DASKALOVs (*1979) Kompositionen\, die mittels eines Grafikprogramms durch ein additives Verfahren am Computer entstehen\, werden Frauenfiguren mit Landschaften und Stillleben zusammengeführt. Die mitunter verführerischen Posen der weiblichen Gestalten\, deren barocke Monumentalität an die massiven Figuren von Hendrik Goltzius erinnert\, wirken durch die prägnanten Auswölbungen ihrer ellipsoiden `Bausteine´ wie Persiflagen auf die Ausgewogenheit klassischer Proportionen. Bisweilen werden einzelne Körperteile durch artfremde Elemente ersetzt\, Blumen\, Äste\, Tannenzweige treten an die Stelle von Gesicht\, Bein oder Brust. \nDie Werke von THOMAS GRÜNFELD (*1956) weisen eine formale Geschlossenheit und ganzheitliche Harmonie auf. Ihre geschmeidige Kontur täuscht darüber hinweg\, dass es sich um Mischformen handelt\, deren einzelne Bestandteile gemeinhin als unvereinbar gelten. Grünfeld überführt diese disparaten Elemente in einen neuen bildnerischen – und damit kontextuellen – Zusammenhang\, wie beispielsweise seine `unzulässigen´ Kreuzungen der Serie „misfits“. Grünfelds gestalterischer Ansatz hebt die Kategorisierung von Formen auf\, um stattdessen Kunst\, Design\, Körper zu durchmischen und assoziative Freiräume zu nutzen. \nLUTZ DRIESSEN (*1976) unterläuft die Grenzen zwischen Form und Formlosigkeit. In der Mitte der hier gezeigten Skulpturen aus Ton steht ein weiß lackierter und durch eine leuchtend pinkfarbene Naht zerklüfteter `Klumpen´. Die voluminöse Materie\, von einem Rahmen aus einfachen Holzleisten eingefasst\, ist etwas zusammengesackt\, ein Tennisball füllt die entstehende Lücke. Diese einfache Erscheinung lässt an den kindlichen Bau eines Schneemanns denken\, der nur sparsam modelliert wird und durch Hinzufügung weniger zeichenhafter Attribute ein Gesicht bekommt. So erweisen sich Driessens bildnerische Gliederungs- und Gestaltungselemente als spontane\, improvisierte Setzungen\, die einen prekären schöpferischen Balanceakt zu simulieren scheinen. \nNicht die meisterhafte Ausformulierung oder die akkurate Wiedergabe eines Gegenstandes treibt ROSHNI GRUNENBERG (*1984) an\, sondern vielmehr die Spiel- und Zwischenräume\, welche die Malerei eröffnet: Die Verschiebungen zwischen Zwei- und Dreidimensionalität\, die Perspektivwechsel und Kippmomente des Vexierbildes. Sie vermittelt eine überraschende Sicht auf alltägliche Dinge\, etwa auf den kahlen Hinterkopf eines Mannes\, dessen wulstiger Hals einer schrägen schwarzen Linie aufliegt. Isoliert und damit völlig aus einem körperlichen und kompositorischen Gefüge gelöst\, schwebt er im nicht näher bezeichneten Raum. Woanders scheinen einige graue Wolken am oberen Bildrand ohne jeden Himmelsbezug für sich zu stehen. \nPAUL SCHUSEILs (*1989) Serie „Hilfen“ stellen Ergänzungen bzw. Erweiterungen des menschlichen Körpers dar\, die ausgehend von einer bestimmten Haltung wie Orthesen gefertigt werden\, um „den Menschen in der Idee beispielsweise beim Denken\, Betrachten\, Verzweifeln oder Posieren zu unterstützen“ (Schuseil). „Der Denker – eingeschlafen“\, ein skelettartiges Gerüst aus Bronze\, changiert zwischen angedeuteter Funktionalität und abstrakter Verfremdung. \n“If something doesn’t creep into a drawing that you’re not prepared for\, you might as well not have drawn it.” (Edward Gorey) Dieser Auffassung scheinen auch die Gemälde und Zeichnungen von ANKICA MARJANOVIC (*1973) zu folgen. Sie tastet sich suchend vor\, der erratische Strich ergibt flüchtige Skizzen. Es sind Versuche\, eine Form zu finden\, deren Entwicklungspotential noch nicht erschöpft ist. Marjanovic scheint in die Untiefen des Unterbewußtseins zu dringen\, dessen verdichtete Bildwelten und verschlüsselte Botschaften sie wie ein Messgerät registriert. \n* In seiner Erzählung „The Unstrung Harp“ (Die Harfe ohne Saiten\, 1953) beschreibt und illustriert Edward Gorey in unnachahmlich skurriler Art anhand der Figur des R(onald) F(rederic) Melf\, einem der bedeutendsten Romanciers seiner Zeit\, der im späten Herbst mit einem neuen Roman beginnt\, die Mühsal des schöpferischen Prozesses. Mit eigenwilligem Humor schildert er den Weg vom feststehenden Titel\, für den noch kein Stoff existiert\, zum Manuskript und fertigen Buch; ein Weg voller Qualen und Seelennöte im Kampf gegen Versagensängste\, drohende geistige Ausfälle und Ungereimtheiten\, Entfremdung und Enttäuschung\, innere Leere und Zerrissenheit\, die sich in sonderbaren Zuständen und neurotischen Übersprungshandlungen niederschlägt.
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LOCATION:Parrotta Contemporary Art\, Brüsseler Str. 21\, Köln\, 50674
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SUMMARY:ANDREAS NANN | FIFTY | VERNISSAGE 29.11.18 @ DD55 Cologne
DESCRIPTION:Andreas Nann\n„Fifty“ \n30.11.2018 – 2.2.2019 \nVernissage: 29.11.2018 (Donnerstag) 19h \nDie Kugelschreiber – und Filzstiftzeichnungen\, die den größten Teil der Ausstellung „Fifty“ ausmachen\, sind in den vergangenen Jahren seit 2014 fortlaufend neben dem malerischen und bildhauerischen Werk von Andreas Nann entstanden. Man könnte diese als eine Art von skizzenhaften Begleiterscheinungen oder als Fingerübungen ansehen\, doch sind sie ein unverzichtbarer Bestandteil von Nanns bisherigem Schaffen. Sie laufen quasi „nebenher“ und doch entwickeln sie sich jährlich weiter. Entstanden sind sie sehr spontan\, aus dem Moment heraus\, schnell hingeworfen\, eine nach der anderen\, rauschhaft\, sodass der Künstler sich erst im Laufe der Zeit darüber Klarheit verschafft hat\, worum es geht oder gehen könnte.\nDie Kugelschreiber- und Filzstiftzeichnungen bilden die Essenz von Nanns künstlerischer Haltung\, heruntergebrochen auf den vielleicht kleinsten Nenner überhaupt\, auf ein Kleinformat unterschiedlicher Grössen\, oft einfarbig\, minimalistisch. Die Idee von Ordnung\, ordnender Geometrie taucht als Eindruck auf und wird doch unterwandert von der Emotionalität\, Spontaneität\, Geschwindigkeit\, Verzerrung. Die Ordnung ist an der Oberfläche\, das Übrige ist Manie. Die Bezeichnung der „emotionalen Geometrie“\, die im Zusammenhang mit Blinky Palermos Werk durch den Münchner Kunsthistoriker Bernhard Schwenk geprägt wurde\, könnte auch hier eine Rolle spielen. Mit einfachsten Mitteln werden malereiimmanente Ausdrucksweisen und Themen seriell abgearbeitet. In Gemälden Nanns tauchen häufig die zeichenhaften „Bilderrahmen“ oder Randbegrenzungen auf\, geradezu als stilistisches Prinzip. „Mit minimalsten Mitteln ein Maximum an Ausdruck schaffen“\, als Zitat Nanns hier möglicherweise zutreffend\, zumindest gilt dies zweifellos für das zeichnerische Werk. Jede Zeichnung ist anders\, jede Komposition muss anders als die Vorherige sein\, häufig durch kleinste Abweichungen. Es ist ein Projekt ohne Ende. Auch dieser eigenartige zeitliche Aspekt\, der hier hinzu kommt\, weckt Melancholie. Das Gemälde „Thron“ absorbiert alle Aussagen der grafischen Arbeiten in ein durchdringendes Rot und trifft doch auch in seinem angedeuteten Minimalismus eine inhaltliche Aussage\, die nicht abschließend zu klären ist.\nDiese Einzelausstellung ist jedenfalls die erste Show Nanns\, in der seinem umfangreichen zeichnerischen Werk die Hauptaussage zukommt
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LOCATION:DD 55 Gallery\, Mevissenstr. 16/03\, Köln\, 50668
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SUMMARY:Gören Gözler (sehende Augen)
DESCRIPTION:Fotografien zu Köln und Istanbul von Wolfgang Rieger/Harald Schwertfeger/Holger Schnapp/Tuna Yilmaz
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LOCATION:Yunus-Emre-Institut\, Neumarkt 35/37\, Köln\, 50667
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SUMMARY:Alexander Ernst Voigt - RHIZOM
DESCRIPTION:Die Galerie Gisela Clement freut sich neue\, noch nie gezeigte Arbeiten des Malers Alexander Ernst Voigt im Projektraum zu präsentieren.\nAlexander Ernst Voigt (geb. 1981 in Berlin) studierte an der Kunstakademie Düsseldorf\, bei Prof. Jörg Immendorf\, Prof. Herbert Brandl und Prof. Eberhard Havekost (Meisterschüler). Seine Werke wurden institutionell\nausgestellt (Auswahl: Kunstverein Krefeld\, Kunsthalle Osnabrück) und sind in zahlreichen Sammlungen vertreten. Er lebt und arbeitet in Düsseldorf.
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LOCATION:Galerie Gisela Clement\, Lotharstraße 104\, Bonn\, 53115
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SUMMARY:039_Stabilizing Light Bonn | Christoph Dahlhausen (Melbourne/Bonn)
DESCRIPTION:Stabilizing Light Bonn | Christoph Dahlhausen (Melbourne/Bonn) \n01.12.2018 bis 31.01.2019 \n>> Einleuchten / Kunst + Kekse: Samstag 01. Dezember 2018\, ab 19h\n19:15h – Einleuchten der Lichtinstallation im Aussenraum | Stabilizing Light von Christoph Dahlhausen (Bonn/Melbourne)\n20h-20:30h – Klangfarbkleckse\, eine Text/Gesangs-Collage von/mit Hannah Dahlhausen (Bonn) \n>> Finissage + Artist Talk: Donnerstag 31. Januar 2019\, 19h\nDr. Barbara J. Scheuermann\, Kunstmuseum Bonn im Gespräch mit Christoph Dahlhausen \nDAS ESSZIMMER und Christoph Dahlhausen (Melbourne/Bonn) sind seit den Anfängen des Ausstellungsraumes 2011 in engem freundschaftlichen Kontakt und Austausch\, der immer wieder zu Kooperationsprojekten geführt hat. \nUmso mehr freut es uns\, dass wir Christoph Dahlhausen gewinnen konnten eine ortsspezifische 3-teilige Lichtinstallation im Aussenraum für DAS ESSZIMMER zu konzipieren\, die etwas Licht in die dunkle Jahreszeit bringt. \nDank an: Sparda Bank
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LOCATION:DAS ESSZIMMER – Raum für Kunst+\, Mechenstrasse 25\, Bonn\, 53129
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SUMMARY:14. Westwandprojekt
DESCRIPTION:Das Westwandprojekt ist eine Initiative des Fuhrwerkswaage Kunstraum\, um Licht in die dunklen Monate zu bringen. \nFür das 14. Westwandprojekt entwickelte REMOTEWORDS eine Arbeit\, die vom 2.12.2018 bis zum 6.1.2019 aus der S-Bahn Linie 16 an der Haltestelle Köln-Sürth sichtbar ist\, täglich von 7-9 Uhr und von 17-23 Uhr. \nDas Projekt wird am Freiag\, 7. Dezember ab 19 Uhr feierlich eröffnet\, im Rahmen des Book Release von ORBITALE IRRITATIONEN\, einer Publikation zu Kunst und Digitalität anlässlich des zehnjährigen Jubiläums von REMOTEWORDS. \nDazu sprechen Jochen Heufelder (Fuhrwerkswaage Kunstraum e.V.\, Köln) / Hans Ulrich Reck (Rektor der KHM\, Köln) / Herbert von Halem (Verlag\, Köln) / Sabine Fabo (Professur für Kunstwissenschaft im medialen Kontext\, FH Aachen) / Clemens Krümmel (Kunsthistoriker\, freier Kurator\, Berlin) / Achim Mohné \, Uta Kopp (REMOTEWORDS)\, \nab 21 Uhr Getränke zu Vinyls von Frank Dommert (A-Musik).
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LOCATION:Fuhrwerkswaage Kunstraum\, Bergstraße 79\, Köln-Sürth\, 50999
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SUMMARY:PLÄDOYER FÜR SENSIBLE RIESEN / PATRICK NIEMANN
DESCRIPTION:>> Vernissage: Freitag 7.Dezember 2018\, 18-22 Uhr \nPLÄDOYER FÜR SENSIBLE RIESEN \nDer Gelehrte Hippokrates formulierte die Temperamentenlehre im 4. Jhdt vor Chr.\nund mit ihr die geheimnisvolle Entsprechung der Elemente Feuer\, Luft\, Erde und Wasser; ebenso der Grundfarben\, mit dem ihnen verwandten Persönlichkeitsbild des Cholerikers\, Sanguinikers\, Phlegmatikers und Melancholikers.\nDie in der Tradition des psychologischen Portraits stehende Gemäldegruppe \,\,Plädoyers für sensible Riesen“ von Patrick Niemann zeigt das Individuum frei von oberflächlichen Hut und Schnauzer Attributen und ist darauf gerichtet seine Wesensessenz auf unmittelbarste Weise zu erfassen.\nDie Diagnostik der zeitgenössischen Psychologie scheint dagegen in dem Maße komplexer zu werden\, wie die natürliche Erlebnisfähigkeit des modernen Menschen abnimmt. Die Seele in den Bildern ist auf flächige\, opakdeckende\, reine Farbschichten reduziert\, welche in ihrer scharfen Begrenzung der Ränder an die aktuelle Vektorgrafik auf Screens erinnert.\nDie scheinbare Verflachung der menschlichen Erfahrung wirft die Frage auf\, inwieweit der Mensch sich an die Bedürfnisse der von ihm selbst geschaffenen Technologien anzupassen hat\, inwieweit seine Instrumente ihn zu beherrschen und zu transformieren trachten. Ein ähnliches Argument hatte Anfang des 20. Jahrhunderts Kasimir S. Malewitsch im Hinblick auf die ausgelösten Veränderungen durch die Industrialisierung bildnerisch in seinen figurativen Bauernbildern formuliert.\nDie kalten konstruktivistischen Farbabstufungen innerhalb seiner Körper haben sich bei Patrick Niemann zu organisch schwingenden Farbbändern gewandelt. Gleichzeitig geht von der gesamten Werkgruppe eine Leuchkraft und spielerische Heiterkeit aus\, die die Möglichkeit einer Verschmelzung der antiken Persönlichkeitsbilder\n(und der modernen Psychologie) hin zur Utopie eines neuen Menschenbildes\, des homo ludens (Friedrich Schiller) in Aussicht stellt.\nEs scheint also weniger ein Interesse zu sein\, eine wie auch immer geartete Synopsis der Persönlichkeit unter dem Duktus der antiken Medizin vorzulegen oder diese zu rehabilitieren\, sondern die dort auftauchende Methodik der Entsprechungen\, zur systematischen\, wie auch intuitiven Bildfindung nutzbar zu machen.
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LOCATION:PantaleonsMuehlengasse\, Pantaleonsmühlengasse 38-40\, Köln\, 50676
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SUMMARY:PLÄDOYER FÜR SENSIBLE RIESEN / PATRICK NIEMANN
DESCRIPTION:>> Die Ausstellung wird bis zum 2.2.2019 verlängert. \nPLÄDOYER FÜR SENSIBLE RIESEN \nDer Gelehrte Hippokrates formulierte die Temperamentenlehre im 4. Jhdt vor Chr.\nund mit ihr die geheimnisvolle Entsprechung der Elemente Feuer\, Luft\, Erde und Wasser; ebenso der Grundfarben\, mit dem ihnen verwandten Persönlichkeitsbild des Cholerikers\, Sanguinikers\, Phlegmatikers und Melancholikers.\nDie in der Tradition des psychologischen Portraits stehende Gemäldegruppe „Plädoyers für sensible Riesen“ von Patrick Niemann zeigt das Individuum frei von oberflächlichen Hut und Schnauzer Attributen und ist darauf gerichtet seine Wesensessenz auf unmittelbarste Weise zu erfassen.\nDie Diagnostik der zeitgenössischen Psychologie scheint dagegen in dem Maße komplexer zu werden\, wie die natürliche Erlebnisfähigkeit des modernen Menschen abnimmt. Die Seele in den Bildern ist auf flächige\, opakdeckende\, reine Farbschichten reduziert\, welche in ihrer scharfen Begrenzung der Ränder an die aktuelle Vektorgrafik auf Screens erinnert.\nDie scheinbare Verflachung der menschlichen Erfahrung wirft die Frage auf\, inwieweit der Mensch sich an die Bedürfnisse der von ihm selbst geschaffenen Technologien anzupassen hat\, inwieweit seine Instrumente ihn zu beherrschen und zu transformieren trachten. Ein ähnliches Argument hatte Anfang des 20. Jahrhunderts Kasimir S. Malewitsch im Hinblick auf die ausgelösten Veränderungen durch die Industrialisierung bildnerisch in seinen figurativen Bauernbildern formuliert.\nDie kalten konstruktivistischen Farbabstufungen innerhalb seiner Körper haben sich bei Patrick Niemann zu organisch schwingenden Farbbändern gewandelt. Gleichzeitig geht von der gesamten Werkgruppe eine Leuchkraft und spielerische Heiterkeit aus\, die die Möglichkeit einer Verschmelzung der antiken Persönlichkeitsbilder\n(und der modernen Psychologie) hin zur Utopie eines neuen Menschenbildes\, des homo ludens (Friedrich Schiller) in Aussicht stellt.\nEs scheint also weniger ein Interesse zu sein\, eine wie auch immer geartete Synopsis der Persönlichkeit unter dem Duktus der antiken Medizin vorzulegen oder diese zu rehabilitieren\, sondern die dort auftauchende Methodik der Entsprechungen\, zur systematischen\, wie auch intuitiven Bildfindung nutzbar zu machen. \nZur Ausstellung ist eine Edition erschienen.
URL:https://pinnwand.artblogcologne.com/pinn/plaedoyer-fuer-sensible-riesen-patrick-niemann-2/
LOCATION:PantaleonsMuehlengasse\, Pantaleonsmühlengasse 38-40\, Köln\, 50676
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SUMMARY:Mary Beth Edelson: Nobody Messes with Her
DESCRIPTION:Mary Beth Edelson (geb. 1933 in East Chicago; lebt in New York) ist eine der wichtigsten Vertreterinnen der feministischen Kunst seit den 1970er Jahren. In ihrer Karriere hat die amerikanische Künstlerin eine fortlaufende Erforschung der weiblichen Identität betrieben. In der ersten Einzelausstellung Edelsons in einer deutschen Institution zeigt die Kunsthalle Münster Werke aus knapp fünf Jahrzehnten des Schaffens der wegweisenden Künstlerin\, die eine wichtige Rolle in der Geschichte der feministischen Kunstbewegung spielt. Indem Edelson in ihren Werken ein eigenständiges weibliches Subjekt präsentiert\, das sich nicht über die Beziehung zum Mann definiert\, bricht sie mit der vorherrschenden Wirklichkeit. Sie zeigt die Frau nicht als das andere\, relative Objekt\, schafft stattdessen Bilder einer genuin weiblichen Repräsentation und entwickelt eine eigene feministische Ästhetik. Humorvoll und ironisch\, subtil und provozierend dekonstruiert sie in ihren Malereien\, Collagen und Performances die traditionelle Ikonografie des Weiblichen\, befragt gesellschaftliche Konstruktionen von Weiblichkeit und fordert hegemoniale patriarchalische Werte heraus.\nDie Kunsthalle Münster ist eine Einrichtung der Stadt Münster. Die Ausstellung wird gefördert durch die Kunststiftung NRW und die Stadtwerke Münster. Das Programm der Kunsthalle wird unterstützt vom Freundeskreis der Kunsthalle Münster. \nFotocredit:\nMary Beth Edelson\nSeeing Double (Woman Rising Series)\, 1973\nÖl und Tinte auf Silbergelantine-Print\, 25\,4 x 20\,3 cm\nCourtesy of the artist and David Lewis\, New York
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LOCATION:Kunsthalle Münster\, Hafenweg 28\, Münster\, 48155
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