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SUMMARY:Aah..Aha! Peter Radelfinger
DESCRIPTION:In seiner neusten Arbeit AA (Aah…Aha!) beschäftigt sich Peter Radelfinger\nerneut mit den Konditionen der Wahrnehmung und mit der\nunentscheidbaren Frage\, was der Grundimpuls der kreativen und\nkünstlerischen Arbeit ist.\nDie umfangreich und noch unabgeschlossene künstlerische Recherche\n(z.Z. mit ca. 600 Zeichnungen / farbig\, Filzstift auf A4\, 300 digitale\nBearbeitungen und ausgehend davon ca. 70 Animationen) umfasst\nzahlreiche Spiel- und Spiegelphänomene gerade im Themenbereich von\nSäuglingen und Kleinkindern (angeregt durch die Auseinandersetzung mit\nD.W. Winnicott\, Jacques Lacan\, Johan Huizinga…). Überraschend tauchen\naber auch Gefässe (Vasen\, Petflaschen) auf\, und das Tuch der Mutter-\nMaria führt zu endlosen Bänderreihen\, Verknüpfungen und Formationen.\nEs ist ungewiss ob diese Bänder-Serie letztendlich zu einem neuen\neigenständigen Zyklus führen wird (in der Nähe der Kissen und Falten).\nEbenso weisen die auftauchenden Fragmente von Diagrammen\, die Teil\nder Montagen der AA-Formationen sind\, in Richtung eines eigenständigen\nZyklus.
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LOCATION:Museum Morsbroich\, Leverkusen\, Gustav-Heinemann-Str. 80\, Leverkusen\, 51377
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SUMMARY:HEINER THIEL - Werkschau 40 Jahre
DESCRIPTION:Die Stiftung Konzeptuelle Kunst zeigt vom 14. Januar bis zum 23. April 2017 im RAUM SCHROTH im Museum Wilhelm Morgner\, Soest\, anlässlich seines sechzigsten Geburtstags eine umfangreiche Werkschau des Bildhauers Heiner Thiel. Die ca. 60 Zeichnungen\, Reliefs und Skulpturen\, überwiegend aus der SAMMLUNG SCHROTH\, spiegeln den Prozess seiner vierzigjährigen Arbeit konzentriert und anschaulich wider. \nReale 3-dimensionale Körper werden mit wenigen Mitteln\, wie beispielsweise Fugen in Metallflächen\, annähernd 2-dimensional minimalisiert dargestellt. Die zugrunde gelegten kubischen oder quaderförmigen Körper werden dadurch beeindruckend in ihrer Räumlichkeit nicht nachgebildet\, sondern erscheinen gelassen. \nDie Werke Heiner Thiels werden seit über 30 Jahren in zahlreichen Ausstellungen und Kunstmessen in Europa und den USA ausgestellt und befinden sich in vielen privaten und öffentlichen Sammlungen auf beiden Seiten des Atlantiks. \nDie Ausstellung mit retrospektivem Charakter wird von einem umfangreichen Katalog\, mit zahlreichen Abbildungen und Texten in Deutsch und Englisch\, begleitet. HEINER THIEL Werkschau 40 Jahre\, im Selbstverlag Stiftung Konzeptuelle Kunst\, € 25\,-\, ISBN 978-3-00-055170-3.
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LOCATION:RAUM SCHROTH im Museum Wilhelm Morgner\, Thomästrasse 1\, Soest\, 59494
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SUMMARY:MARIA ZERRES
DESCRIPTION:Die von Maria Zerres entworfene Simultaneität von Ebenen und malerischen Ereignissen\, ungenügenden Proportionen und verschiedenen Ansichten in einem einzigen Bild und der sichere\, furchtlose Umgang mit Farbe reflektieren das Phänomen der Gleichzeitigkeit von Ebenen und ihrer direkten Verfüg-barkeit in unserer aktuellen Zeit. Abstrakt und gleichzeitig figurativ und extrem farbig. Aufeinander und Nebeneinander. Jederzeit. Anything goes\, at the same time\, anytime.\nZerres interpretiert den Aspekt der Simultaneität der perspektivischen Ebenen für sich vollkommen neu\, indem sie auf dessen Präzision verzichtet. Sehr locker mixt sie ihren eigenen Cocktail aus ungestümem Schaffensdrang und klarer Bildanalyse. Als Konsequenz daraus verschmilzt die Figur immer mehr zur Form und parallel dazu die Form zur Figur. Es ist nicht wichtig\, WAS dargestellt ist\, sondern nur noch WIE. Bäume\, Blumen\, Tiere\, lesende Frauen\, Skifahrer ordnen sich dem formalen Ringen unter\, das Maria Zerres bis ins Letzte herausfordert.\nManchmal benutzt Zerres auch nur die Linie\, um die Figur von dem abstrakten Form-Farbfeld abzusetzen. Gleichzeitig verweben sich aber die Ebenen so\, als ob sich vier verschiedene Bilder übereinanderlegen. Das Forschen nach der Erweiterung der Form übertrumpft sich\, wenn sie ab den 2000er Jahren das Element der Zeichnung kongenial in den malerischen Raum des Bildes integriert. Die Zeichnung setzt sich nicht nur durch den Kohlestrich ab\, sondern durch eine konsequente Abgrenzung und Ausgrenzung vom Malgrund.\nA.R. Penck merkte bei einem Atelierbesuch von Maria Zerres Anfang der 90er Jahre an: „Hier ist alles richtig“ und „Der leere Raum kann bestehen\, ohne eine Lücke darzustellen; er ist dem ausgefüllten Raum ebenbürtig. Das führt zur Dynamik.“ Und -„Schwarz und Weiß werden als Farbe behandelt. Das ist neu.“ Wenngleich es zunächst schwierig erscheint\, die FormFarbFigur als essentiellen Bestandteil eines Zeitnervs zu betrachten\, der sich dem kommentierenden Moment entzieht\, ist diese Erkenntnis aus der Evolution der Malerei heraus umso zwingender und führt geradewegs zum Geheimnis der Kunst. \nEnglish:  The simultaneity of planes and events in paint that characterises Maria Zerres’s compositions\, the lack of proportion\, her use of different views in a single picture and the confident\, undaunted handling of paint and colour are reflecting the phenomenon of simultaneity of planes and their immediate availability that typify our current and incongruent times The abstract and the figurative appear as part of the same canvas\, along with high pitches of colour\, painted one upon the other and adjacent to each other in the composition of the painting. At any one time. Anything goes\, at the same time\, anytime!\nZerres interprets this aspect of the simultaneity of perspectival levels in her own entirely new way: by renouncing its precision. She very casually mixes her own cocktail of an uninhibited drive to create and a lucid visual analysis. As a result\, the figure melts more and more into a form and – parallel to this – the form into a figure. It is not important what is depicted but only how. Trees\, flowers\, animals\, women reading and skiers subordinate themselves to the formal struggle that pushes Zerres to her utmost limits.\nOccasionally Zerres will take to line alone as a means of distinguishing a figure from an abstract form-and-colour field. At the same time\, these various planes will be so enmeshed reciprocally that one has the impression of four different paintings overlaid one on the other. Later\, from the 2000s onwards\, the artist’s quest for extending form advanced itself when she so fittingly integrated the element of drawing into the painterly space of her paintings. Her drawing marks out its own space not only as a charcoal line\, but also by its consistent setting off against and excluding of the picture ground.
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LOCATION:Galerie Brigitte Schenk\, Albertusstrasse 26\, Köln\, 50667
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SUMMARY:Arne Schmitt / Nico Joana Weber: Alleinanspruch
DESCRIPTION:He looked at a tree. To be split and made into rafters.\nHe looked at a streak of rust on the stone and thought of iron ore in the ground.\nTo be melted and to emerge as girders against the sky.\nThese rocks\, he thought\, are here for me; waiting for the drill\, the dynamite and my voice;\nwaiting to be split\, ripped\, pounded\, reborn; waiting for the shape my hands will give them.\n(Ayn Rand\, The Fountainhead\, 1943) \nDer Blick des Architekten auf die Welt: ein Rohstofflager\, ein zu eroberndes Terrain\, ein Sockel für seine Schöpfung. In Ayn Rands Roman „The Fountainhead“ ist der Held Howard Roark nicht nur eine Idealfigur des modernen Architekten\, dessen Bauten sich keinerlei Tradition und Gemeinschaft verpflichtet fühlen; zugleich ist er radikaler Individualist\, der aus sich selbst schöpft und autonom agiert. Diese zugespitzte Form des total emanzipierten Subjekts – ein Phantasma des entfesselten Kapitalismus\, wie Rand ihn stets propagierte – hat allerdings einen Preis: jeder ist auf sich gestellt. Dieser Widerspruch des Ungebundenseins bildet den Kern der gemeinsam konzipierten Ausstellung „Alleinanspruch“ von Arne Schmitt und Nico Joana Weber. Schmitt beschäftigt sich in fotografischen Serien und dem Film „Mit weniger mehr schaffen“ von 2016 mit der praktischen Seite der Moderne. Ausgehend von Architekt Ernst Neuferts „Bauentwurfslehre“ und dessen Bauten in Darmstadt (Ledigenheim\, 1952-55) analysiert er die Folgen von Rationalisierung und Normierung für den Einzelnen. Nico Joana Weber widmet sich in ihrer Rauminstallation mit der neuen 3-Kanal Videoprojektion „Land of Enchantment“ einer Gegend\, die der menschlichen Besiedlung durch harte geografische und klimatische Bedingungen trotzt: Im amerikanischen New Mexico liegen im Tularosa Basin fünf Orte\, die auf geografisch engem Raum und durch extreme Kontraste wie im Zeitraffer die Geschichte der Menschheit zusammenfassen. Das Erleben von Landschaft vollzieht sich hier in gefühlter Einsamkeit: der Mensch ist in ihr auf sich zurückgeworfen und stößt an die Grenzen dessen\, was dauerhaft gestaltet werden kann.
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LOCATION:Temporary Gallery. Zentrum für zeitgenössische Kunst\, Mauritiuswall 35\, Köln\, 50676
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SUMMARY:Eloïse Bonneviot / Anne de Boer: Respawn
DESCRIPTION:Inmitten der tumultartigen Anfänge unserer Erdgeschichte hat es aufkeimendes Leben schwer. In den dramatischen Zeiten strebt jedes Pflanzen- und Tierreich nach Langlebigkeit und Balance mit seinen Nachbarn. So auch das Reich der Pilze. Im Kampf ums Überleben passt es sich den ständig wechselnden klimatischen und ökologischen Bedingungen an\, ist zu radikalen Entscheidungen gezwungen und inneren Spannungen ausgeliefert. Von Bürgerkriegen\, großen Völkerwanderungen bis hin zu symbiotischen Beziehungen zwischen den Reichen macht sich der Pilz auf den Weg\, der ihn an die Spitze des Ökosystems führen wird. „The Mycological Twist“ zeigt: „Respawn“\, eine dystopische und melodramatische Sci-Fi-Genesis von und für Pilze.
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SUMMARY:Silke Brösskamp - Wir sind so weit gekommen
DESCRIPTION:Silke Brösskamp besetzt Räume. Ihr nächstes Projekt „Wir sind so weit gekommen“ findet vom 2.3. – 15.4.2017 in der artothek statt. Hierfür entwickelte sie eine Arbeit\, die die spätgotische Architektur außen und das prägende Raumkonzept der 50er Jahre im Inneren aufgreift. Herausgelöste Architekturdetails verbinden sich mit materialisiertem Leerraum und nehmen den gesamten Ort in Besitz\, sind zugleich fremder Eindringling und wiedererkennbares Zitat. \nSilke Brösskamp beschreibt ihren Ansatz so:“ Der Raum ist ein besonderes Ding\, ein Behälter\, eine Spielfläche\, ein Zeitspeicher. Seine Wirkkraft ist Auslöser für meine skulpturalen Raumarbeiten. Der Arbeitsprozess: Ein Virus\, der den Raum\, den ich als Bühne benutze\, besetzt. Materielle wie metaphysische Charaktere werden zu stillen Statisten\, zu Requisiten.“ \nFür Ihre Arbeit erhält Silke Brösskamp den „Horizont-Raum-Preis“ der Freunde der artothek Köln e. V.
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SUMMARY:Johanna von Monkiewitsch – nine thirty
DESCRIPTION:ak RAUM\nJohanna von Monkiewitsch\nnine thirty\nVernissage\n03.03.2017\, 19 Uhr\n04.03.2017-19.04.2017\nsamstags von 12-18 Uhr und nach Vereinbarung
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SUMMARY:Metamorphosis
DESCRIPTION:Der Titel Metamorphosis ist der berühmten mythologischen\nDichtung des römischen Autors Ovidius entliehen\, in der\nGeschichten von den Verwandlungen der Götter\, Heroen\,\nMenschen\, Pflanzen und Tieren erzählt werden. Die gleichnamige\nAusstellung in KAI 10 | Arthena Foundation zeigt Werke von\nfünf Künstlern und Künstlerinnen aus Deutschland\, Estland\,\nFrankreich\, Luxemburg und Tschechien\, die sich auf individuelle\nWeise mit dem Thema der Verwandlung – von Formen\,\nMate rialien\, Körpern\, Ideen und Substanzen – beschäftigen.\nAmbivalente Tiergestalten\, rätselhafte Mischwesen und\nKreaturen aus recycelten Alltagsobjekten stehen dabei im\nVordergrund. Es sind Artefakte\, die sich nicht ohne Ironie auf\ndie heutige multifiktionale Bildwelt beziehen.
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LOCATION:KAI10 | Arthena Foundation\, Kaistrasse 10\, Düsseldorf\, 40221
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SUMMARY:Charlie Roberts ´Weird World` & Martin Weidemann ´Bad Hair`
DESCRIPTION:Charlie Roberts \n´Weird World` \nOpening\nFriday\, March 10\, 2017\, 6-9pm \nExhibition\nMarch 11 – April 15\, 2017 \nWarhus Rittershaus\nAn der Schanz 1a\n50735 Cologne\nwww.warhusrittershaus.de \n& \nMartin Weidemann \n´Bad Hair` \nOpening\nFriday\, March 10\, 2017\, 6-9pm \nExhibition\nMarch 11 – April 15\, 2017 \nWarhus Rittershaus / Basement\nAn der Schanz 1a\n50735 Cologne\nwww.warhusrittershaus.de \nMan is not able to see the world as a whole. Only by focussing on certain areas in his field of vision and by leaving other areas in the background\, can he cognitively process the impressions of his environment. The unfiltered and uniform absorption of the outside stimuli of all senses can mean only stress. Perception\, therefore\, always means the selection and channelling of sensory stimulus. Within a fraction of a second\, important information is distinguished from unimportant information and evaluated according to our internal criteria. Our awareness must concentrate on patterns and structures that we are already familiar with. Our habitual surroundings\, objects and processes need not constantly be captured and assessed anew\, but are merely registered as given. The everyday creates a fairly reliable framework of reference and regulation for us\, on the basis of which we make our decisions and take actions. \nIn it’s constant return\, however\, the everyday loses it’s distinctiveness. The characteristic properties of well-known places and objects begin to wear out over time. The familiar fades and gradually falls into the background. Like the pattern of a wallpaper\, our everyday environment consists of recurring forms and structures\, which are all registered but scarcely noticed. Beautiful and ugly can exist indifferently on one level side by side without leaving any impression with us. \nAt the same time\, the everyday and the ordinary form the background against which the non-everyday and the extraordinary can first be seen. The extraordinary is neither better nor worse\, but primarily: different. While the everyday remains discreetly in the background\, the extraordinary always comes with the promise to be new and exciting. But the extraordinary will also wear out over time and sink to the level of the ordinary. It’s particular features are no longer perceived as such. Oh\, we had that!\nHowever\, in certain situations\, sometimes under certain circumstances – sometimes even a years later – it can occur that familiar places\, objects or forms suddenly arouse our interest. The familiar\, almost forgotten\, steps forward from the background and once again becomes the focus of our attention. Certain features and characteristics\, which have remained unnoticed for a long time\, suddenly gain a different appearance in changed contexts and under changed focus. The familiar of everyday then appears in an unwonted way: new\, beautiful or simply ugly in a different way. \nDer Mensch ist nicht in der Lage\, die Welt als Ganzes in den Blick zu bekommen. Nur wenn er bestimmte Bereiche seines Gesichtsfeldes fokussiert und andere Bereiche in den Hintergrund treten lässt\, kann er die Eindrücke seiner Umgebung kognitiv verarbeiten. Die ungefilterte und gleichmäßige Aufnahme von Sinnesreizen bedeutet nur Stress für ihn. \nWahrnehmung heißt also immer Auswahl und Kanalisation von Sinnesreizen. Innerhalb eines Sekundenbruchteils werden wichtige von unwichtigen Informationen unterschieden und nach internen Kriterien bewertet. Unser Bewusstsein konzentriert sich dabei zunächst auf Muster und Strukturen\, die ihm bereits vertraut sind. Gewohnte Umgebungen\, Gegenstände und Vorgänge müssen nicht immerzu aufs Neue erfasst und beurteilt werden\, sondern werden lediglich als gegeben registriert. Das alltäglich Vertraute stellt für uns einen einigermaßen verlässlichen Bezugs- und Ordnungsrahmen her\, auf dessen Basis wir unsere Entscheidungen und Handlungen treffen. \nIn seiner ständigen Wiederkehr verliert das Alltägliche allerdings an Prägnanz. Die charakteristischen Eigenschaften von vertrauten Orten und Gegenständen beginnen sich mit der Zeit abzunutzen. Das Vertraute verblasst und tritt allmählich in den Hintergrund. Wie das Muster einer Tapete\, so setzt sich unser alltägliches Umfeld aus wiederkehrenden Formen und Strukturen zusammen\, die zwar allesamt registriert aber kaum noch beachtet werden. Schönes und Hässliches können dabei unterschiedslos auf einer Ebene nebeneinander existieren\, ohne noch irgendeinen Eindruck bei uns zu hinterlassen. \nDas Alltägliche und Gewöhnliche bildet aber zugleich den Hintergrund\, vor dem sich das Nicht-Alltägliche und Außergewöhnliche allererst abzeichnen kann. Das Außergewöhnliche ist dabei weder besser noch schlechter\, sondern zunächst einmal nur: anders. Während sich das Alltägliche diskret im Hintergrund hält\, tritt das Außergewöhnliche stets mit dem Versprechen auf\, neu- und andersartig zu sein. Doch auch das Außergewöhnliche wird sich mit der Zeit abnutzen und zum Gewöhnlichen herabsinken. Seine Besonderheit wird nicht länger als solche wahrgenommen. Oh\, we had that! \nIn gewissen Situationen\, unter veränderten Voraussetzungen – manchmal erst Jahre später – kann es jedoch passieren\, dass vertraute Orte\, Gegenstände oder Formen plötzlich\, hoppla\, wieder unsere Interesse wecken. Das Vertraute\, fast schon Vergessene\, tritt aus seiner Hintergrundpräsenz nach vorne und rückt erneut ins Zentrum unserer Aufmerksamkeit. Bestimmte Merkmale und Eigenschaften\, die lange Zeit unbeachtet geblieben sind\, gewinnen in veränderten Kontexten und unter veränderter Fokussierung\, auf einmal ein anderes Erscheinen. Das alltäglich Vertraute wirkt dann auf ungewohnte Weise neu\, schön oder einfach nur anders hässlich. \nText Clemens Rathe \nSupported by Gaffel Kölsch \nSame time\, same place:\nGalerie Hammelehle und Ahrens: Thomas Grötz\nKrupic Kersting Galerie: Anna Lena Anton\, Stefan Seelge\nBerthold Pott: Jonathan Binet
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SUMMARY:Ton Scherben Steine
DESCRIPTION:In der Ausstellung TON SCHERBEN STEINE zeigt die Thomas Rehbein Galerie eine Auswahl  skulpturaler Werke verschiedener zeitgenössischer Künstler. Den Positionen gemein ist die Verwendung spezifischer Materialien\, die im Titel – der provokative Impuls einer altgedienten deutschen Rockband schwingt hier mit – programmatisch proklamiert werden. Aus dem „Ton“\, der wie Porzellan und Steinzeug zu den keramischen Massen zählt\, wird der „Scherben“ – als Vorform oder Rohling – geschaffen. Auch der „Stein“ ist mit Werken aus edlen Sorten wie Marmor und Alabaster im Ausstellungskontext vertreten. Zugleich unterbricht der „Scherben“ – als Bruch- oder Teilstück – die Werkstoffreihe und führt einen störenden Aspekt ein\, mit dem die Brüchigkeit der Exponate betont wird\, eine Brüchigkeit\, die neben der materiellen Beschaffenheit auch ihre Formgebung und inhaltliche Aussagekraft berührt. So offenbart sich vor allem im Kontrast zwischen Figürlichem und Fragmentarischem das spannungsvolle Konzept der Schau.  \nOft erscheinen die präsentierten Werke „unvollkommen“\, sind vom Herstellungsprozess „gezeichnet“\, tragen Fehlstellen zur Schau oder behaupten demonstrativ ihren Rohzustand. Entsprechend dazu wird in der Darstellung des Körpers und dem Gegensatz von ganzheitlicher Gestalt und isolierten Körperteilen ein Menschenbild verhandelt\, welches fragil und verletzlich ist. Von diesem ausgehend scheint sich zugleich ein Bruch mit der klassischen Bildhauerkunst zu vollziehen. Das propagierte Ideal\, die Erfüllung der geistigen Idee durch Beherrschung beziehungsweise Sublimierung des Materials anzustreben\, wird hier konterkariert und findet in anatomischen Ausschnitten und flüchtigen formalen Andeutungen Ausdruck. In diesem Zusammenhang lassen sich die Werke einerseits als experimentelle Gegenentwürfe zur gestalterischen Vollkommenheit begreifen. Andererseits manifestiert sich im Gebrochenen\, aber auch Zweideutigen\, Gespaltenen ein universelles Dilemma\, die Dualität des Daseins zwischen Körper und Geist\, Leben und Tod.  \nIn ihren Portraits aus Alabaster\, von der Künstlerin selbst „mentale Skulpturen“ bezeichnet\, kontrastiert SOFIE MULLER (* 1974\, B) Fragilität und Verletzlichkeit mit Integrität und Stabilität. Porös und löchrig erscheint der Stein\, aufgrund der Ebenmäßigkeit und Reinheit seiner Oberfläche gemeinhin als Sinnbild einer makellosen Haut bekannt. Bei Muller hingegen weist er Verunreinigungen\, Einschlüsse\, Löcher\, Risse\, Bruchkanten auf. Diese sind Ausgangspunkt für gestalterische Entscheidungen\, dabei ist die offensichtliche Fehlerhaftigkeit ein Zustand\, den Muller in ihrem Werk vielfach nachspürt und mit existenziellen Befindlichkeiten verbindet. Thematisch orientiert sich Muller an der menschlichen Verfasstheit zwischen Vergänglichkeit und Verfall\, wobei die Versehrtheit des verwendeten Materials von (oft auch gewaltsamen) Eingriffen in die Integrität des Individuums zeugt. So wie der Stein porös und durchlässig ist\, so sind Leib und Seele anfällig für Störungen und Traumatisierungen.  \nWenige Eingriffe in die weiche Tonmasse genügen\, um das Material in die Form zu überführen. Wie eine Skizze\, flüchtig und spontan aus wenigen Strichen angelegt\, wirken die Tonfiguren des Malers ROBERT HAISS (*1960\, D). In freien Zügen modelliert\, sind wesentliche Merkmale einer Haltung oder Gestalt leicht und mühelos eingefangen. Trotz der rudimentären Anmutung ist die lässige Pose eines Jugendlichen im wattierten gelben Anorak unverkennbar\, genauso vertraut erscheinen ein Sitzender mit flatternden Gehrockschößen und eine Figur mit salopp umgedrehter Baseballkappe in sportlicher Bewegung. Es sind Protagonisten des öffentlichen Raums die Haiss hier auf 4 Podesten versammelt. An keine Zeit gebunden bevölkern Kids in Streetwear und kosmopolitische Flaneure urbane Grünflächen und Gehwege. Die Umrundung der Kleinplastiken und die damit einhergehende Verlagerung der Perspektive lässt den Kontrast zwischen Form und rohem Material aufscheinen. Das soeben erkannte Merkmal\, die charakteristische Form\, die Halt und Sicherheit in der Betrachtung gibt\, verschwindet plötzlich hinter kaum bearbeiteten\, rüde angedeuteten\, schrundigen Partien\, um einen Schritt weiter wieder aufzutauchen. Geformtes und Ungeformtes existieren nebeneinander\, Schau- und Kehrseite ergänzen sich.  \nAuch die aus feinstem Biskuitporzellan gefertigten Plastiken von JARED BUCKHIESTER (*1977\, USA) widmen sich der „Kehrseite“. Ausgehend von Abdrücken aus Gips\, mit der zur Herstellung einer Portraitbüste das Gesicht abgeformt wird\, formt Buckhiester diese Matrize\, die oft als „verlorene Form“ entsorgt wird\, erneut ab und lässt sie in hochwertigem Material gießen. Das körperhafte Bildnis\, das Positiv bleibt aus\, stattdessen wird die negative Hohlform originalgetreu – bis hin zur Ausführung der rauhen Gipsoberfläche – reproduziert.\nBuckhiesters Darstellungen konzentrieren sich auf Jugendliche\, die den Machtgefügen und Zwängen von Gruppen erlegen sind. Durchströmt von latenter und sexuell konnotierter Gewalt\, sind ihre Protagonisten repressiven Mechanismen ausgesetzt und in grotesken Rollenspielen gefangen. Die gnadenlose Zuordnung in Gewinner und Verlierer\, an den Leistungsmaximen von Schule und Sport orientiert\, lässt auch der kräftige Arm aus Alabaster erahnen. Sowohl der erfolgreiche Athlet als auch der despotische Peiniger findet in diesem Bild Eingang.  \nELMAR TRENKWALDERS (*1959\, A) Plastiken aus farbigem und glasiertem Steinzeug zeugen von einer schier ungebändigten Formenfülle. Der Künstler schöpft aus der unmittelbaren Begegnung mit dem Material\, die sinnliche Berührung gebiert wollüstig gestalterische Wucherungen. Die Grundform der ausgestellten Werke mutet architektonisch an und deutet mitunter eine bestimmte Funktion an\, so dass hier der Vergleich mit einem Altaraufsatz und dort mit einer Siegessäule naheliegt. Jedoch wird in der näheren Betrachtung jegliche Zuordnung hinfällig. Die vermeintlich klare Gliederung weicht hinter der dichten\, undurchdringlichen Ausgestaltung ihrer Schmuckelemente zurück. Nicht die streng reduzierte Linie\, die der Form eine klare Kontur gibt\, sondern der aufgebrochene\, spielerisch geschwungene Umriss\, die organische Öffnung der Oberfläche für Metamorphosen und Mutationen\, prägt das Erscheinungsbild. Der schwelgerische Stil\, der an die Erzeugnisse des Barock und Manierismus erinnert\, lässt die Grenzen zwischen Anatomie und Architektur durchlässig werden und verschränkt in sinnenfreudigen Kombinationen Gliedmaße und Geschlechtsteile mit Gebäudeelementen. In diesen schöpferischen Phantasien\, die ihre eigene Produktivität zu thematisieren scheinen\, verschmelzen Ornament und Form zu einer untrennbaren Einheit.  \nDie Skulpturen von JOHAN TAHON (*1965\, B) folgen keiner einheitlichen Figurauffassung. Von unregelmäßiger Form und aus heterogenen Einzelteilen zusammengefügt\, wirken sie wie bildhauerische Collagen. Trotz der Anmutung menschlicher Gestalt ist der Gesamteindruck bestimmt durch die wenig passgenaue Zusammenführung der Elemente. Die Übergänge zwischen den disparaten Teilstücken treten bisweilen scharfkantig hervor\, wie Schweißnähte eines Werkstücks aus Metall. Eine weiße Glasur ergießt sich über sie wie ein milder milchiger Schleier\, wodurch Brüche kaschiert werden. Es sind Konstruktionen von Menschen\, die uns Tahon vorführt\, keiner anatomischen Genauigkeit folgend\, sondern bildhauerischen Überlegungen und Problemstellungen nachgehend. Oft ist den Figuren ein zarter\, lieblicher Gesichtsausdruck eingeschrieben\, der in fast schmerzhaftem Kontrast zu ihrem blockhaften Unterbau steht\, wuchtig wie ein Baumstumpf oder Thron. Im Gegensatz zur klassischen Skulptur\, die der Schwere des Materials durch eine Leichtigkeit der Bewegung beizukommen suchte\, scheint Tahon das Gegenteil zu demonstrieren: Die Schwerkraft stört den grazilen Schwung und überführt ihn in die Starre. Und tatsächlich scheinen Tahons Figuren in ihrer Zerrissenheit den bildhauerischen Konflikt zwischen (Ab)geschlossenheit und Offenheit der Form zu wiederspiegeln.  \nDie Kunst von LEIKO IKEMURA (*1951\, D\, JP) ist geprägt von variantenreichen Erscheinungsformen und hybriden Wesen. Ob auf Gemälden\, Skulpturen\, Zeichnungen und Aquarellen\, stets durchdringen sich in ihren Bildwelten animalische und anthropomorphe Gestalten. Katzen\, Vögel\, Mädchen mischen sich und ergeben zauberhafte Figuren wie Hummingbird Head (2006). Auch die Grenzen zwischen Lebewesen und Landschaft sind fließend. Ikemuras Skulpturen erscheinen oft zunächst wie amorphe Anhäufungen\, einem Erdklumpen ähnlich\, der bei näherer Betrachtung Form annimmt. Leicht konisch zugespitzt\, verwandelt sich die Umrisslinie bisweilen in eine Bergkuppe oder Portraitbüste. Der Blick erkennt ein Gesicht\, flüchtig in die Oberfläche eingeritzt und kaum mehr als eine abstrakte Anordnung von Rissen oder Furchen im Material. Ein universelles Wesen scheint alle Formen zu beseelen. Dieser Universalgeist kennt keine Trennung zwischen Mensch\, Tier und Landschaft. Ikemuras Katzenfrauen und Vogelmädchen sind Verkörperungen einer sich ewig transformierenden schöpferischen Energie und repräsentieren damit auch den ewigen kreativen Kreislauf zwischen Werden und Vergehen.  \nDen Werken von GERT UND UWE TOBIAS (*1973\, D) wohnt ebenfalls eine zeitübergreifende Qualität inne. Sie speist sich aus den heterogenen Vorlagen die Eingang in das Werk finden: Farbenfrohes folkloristisches Formengut und plakative Pop Art\, Schreibmaschinenlettern und Surrealismus\, Klischees und Kunstgeschichte\, Märchen und Mythen. Figuren und Vorbilder sind durch die künstlerische Fantasie verfremdet und entfalten in den Werken ein assoziatives Potenzial\, das\, wie im Traum\, Ambivalenz und Anarchie freisetzt. Ein riesiges Bein ist übersäht mit Ausstülpungen\, die an Astlöcher erinnern. Der Fuß\, teils unförmiger Klumpen\, teils spitze Klaue lässt die Unterscheidung zwischen Mensch oder Tier kaum zu. Vielmehr legen die überlebensgroße Dimension und die monströse Gestalt das Ungeheuerliche nahe. Dagegen verführt die Oberfläche mit einem kostbaren Schmelz\, der matt und von goldenen Einschlüssen durchbrochen die Lust an der handwerklichen Vielfalt zum Ausdruck bringt\, die das Werk von Gert und Uwe Tobias maßgeblich mitbestimmt.
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LOCATION:Thomas Rehbein Galerie\, Aachener Str. 5\, Köln\, 50674
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SUMMARY:Karin Sander - Identities on Display
DESCRIPTION:Zum 25-jährigen Jubiläum des Kunstmuseum Villa Zanders zeigt die 1957 in Bensberg (heute Bergisch Gladbach) geborene Künstlerin einen umfangreichen Komplex ihrer Haarzeichnungen (1998)\, die raumgreifende Installation Identities on Display (2013) sowie eine speziell für die Ausstellung entwickelte Bodenarbeit\, die in Form eines\nTeppichs den Grundrissplan des Museums reflektiert\, Ausstellungsraum 1:2 (2017). \nDie Haarzeichnungen von Karin Sander\, in den Räumen seriell angeordnet\, sind durch minimalen Materialeinsatz sowie überwältigende raumgreifende Fülle gleichermaßen gekennzeichnet. Die ausgestellten Haare\, jeweils ausgerissen\, auf ein Blatt Papier fallen gelassen und fixiert\, bilden feine Linien\, so individuell wie die dazugehörigen Personen. Das Haar\, Informationsträger persönlicher Daten\, ist Pars pro Toto\, ein Teil\, das seinen Besitzer charakteristisch repräsentiert und welches\, einzeln gerahmt\, durchaus als Porträt gesehen werden kann. \nAuch die Arbeit Identities on Display lenkt den Blick auf das Porträt. Die Vitrinen nehmen die Garderobe der Besucher\nauf und präsentieren diese im musealen Kontext für die Dauer ihres Aufenthaltes. Die einzelnen Besucher\nwerden mit ihren individuellen Gegenständen und ihrer Kleidung somit Teil einer sich ständig verändernden\nAusstellung. Auf diese Weise greift die Ausstellung von Karin Sander mit unterschiedlichsten Werkgruppen die bestehende Porträtsammlung im Kunstmuseum Villa Zanders auf\, die einen Teil der Identität und Geschichte des Hauses bildet.
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LOCATION:Kunstmuseum Villa Zanders\, Konrad-Adenauer-Platz 8\, Bergisch Gladbach\, 51465
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SUMMARY:Im Labor der Malerei
DESCRIPTION:Im Labor der Malerei \nJi In Park\, David Semper\, Peter Tollens \nKuratiert von Anne-Marie Bonnet \nVernissage: 16. März 2017\, 19.00 Uhr \nAusstellung\n17. März – 4. Mai 2017 \nGespräch\n22. März\, 19.00 Uhr und 29. April\, 11 Uhr \nWann ist ein Bild beendet\, fertig?\nWo und wie will es gesehen\, wie lange betrachtet werden?\nWarum malt man immer noch\, wenn man doch „photoshoppen“ kann?\nIst nicht schon alles gemalt worden? \nIm Labor der Malerei ist keine Gruppenausstellung sondern die Begegnung dreier eigenwilliger Malkulturen. Drei Positionen\, drei verschiedene Ansätze stehen jeweils für eine spezifische gegenwärtige Daseinsweise des Malens/der Malerei. \nIn der Präsentation in der Galerie bieten Ji In Park\, David Semper und Peter Tollens Einblicke in die Prozesse ihres Schaffens und laden die BesucherInnen zu einem intensiven Dialog des Sehens und Wahr-nehmens ein. \nAnläßlich der Ausstellung finden am 22. März und 29. April Gespräche der Künstler mit der Kuratorin Anne-Marie Bonnet und dem Publikum statt.
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LOCATION:Galerie Gisela Clement\, GALERIEHAUS\, Lotharstraße 104\, Bonn\, 53115
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SUMMARY:HIROSHI MCDONALD MORI | JETLAG | @ DD 55 GALLERY
DESCRIPTION:VERNISSAGE: 17.03.2017 18 – 22h\nAUSSTELLUNGSDAUER: 18.03.2017 – 07.05.2017 \nHiroshi McDonald Moris Arbeiten bestechen durch ihre klare Ästhetik und das Spiel mit verschiedenen künstlerischen Gattungen\, wie zB. der Bildhauerei in Kombination mit der Fotografie. Der Künstler selbst beschreibt seine aktuelle Ausstellung „Jetlag“so:\nMy hand and machine carved stone\, consequently 3-d photographed and 3-d printed\, fragmented 3-d photography laser copy printed\, cyanotype and graphite rubbings of six carved and then salt printed blocks of limestone\, present lyrical translations of chemistry in sculpture on photography\, the object in image.
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SUMMARY:KAMILLA BISCHOF & LEA VON WINTZINGERODE / "4 ROSES" / PANTALEONSMUEHLENGASSE
DESCRIPTION:KAMILLA BISCHOF\nLEA VON WINTZINGERODE \n„4 ROSES“ \nERÖFFNUNG: 24.MÄRZ 2017 / 18 UHR \n25. MÄRZ – 15.APRIL 2017 \nPantaleonsMuehlengasse\nPantaleonsmühlengasse 38-40\n50676 Cologne/Köln\noffice@pantaleonsmuehlengasse.com\nwww.pantaleonsmuehlengasse.com
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SUMMARY:MARY-AUDREY RAMIREZ: Scrolling and crying
DESCRIPTION:Wir freuen uns mit „Scrolling and crying“ die zweite Solopräsentation von Mary-Audrey Ramirez bei MARTINETZ ankündigen zu dürfen.  \nEröffnung: Samstag\, 25. März 2017\, ab 18 Uhr\nAusstellung bis 06. Mai 2017 \nWas ist dem Menschen das Tier? Eine Alltagsressource\, die wahlweise Nahrung oder Nähe spendet? Ein Ausstatter für Ledersessel\, damit wir uns weiterhin in unserer Komfortzone zurücklehnen können? Das Sehnsuchtsbild einer Natur\, in die wir selbst nicht mehr zurückfinden? Wenn Mary-Audrey Ramirez Stofftiere näht\, mit Sprayfarbe besprüht und mit Kunstpelz\, Lack oder Latex überzieht\, fließen all diese Aspekte zusammen. Sie bilden Erinnerungen an das Archaische\, an eine triebhafte\, unkontrollierte Welt\, die jedoch gleich wieder verpuffen: Zu tief sind die Entfremdungsgefühle seit Beginn der Moderne in uns eingesunken\, zu schläfrig ist der Ennui der Generation Y. In ihrer gebastelten und geklebten Künstlichkeit verweisen Ramirez’ Tiere auf eine Conditio Humana\, in der sich Komfort und Klaustrophobie\, Perfektionsdrang und Natursehnsucht\, Künstlichkeit und Authentizität im ständigen Widerstreit befinden. Ihre Ameisenbären\, Gottesanbeterinnen\, Spechte\, Hasen\, Flamingos oder Stachelschweine sind wild und gezähmt\, niedlich und brüchig\, knuffig und abgründig\, heiter und kaputt zugleich. Dass man mit ihnen interagieren\, sie vor dem Körper tragen\, mit ihnen Gummitwist spielen oder am Reck turnen kann\, verweist auf eine kindliche Intuition\, die sich beim Tier wie beim Menschen in körperlichen Reaktionen zeigt. Allerdings kommen uns reale körperliche Herausforderungen oder Bewegungsabläufe zunehmend abhanden. Die neuen Technologien verlagern den Körper immer mehr in den virtuellen Raum\, steuern ihn in einen Zustand physischer Unselbstständigkeit\, erschöpfen ihn aus sich selbst heraus und kaum noch durch äußere Anstrengungen. Mary-Audrey Ramirez’ Bestiarium ist dagegen voller Arten\, die in freier Wildbahn auftauchen. Sie sind keine Haus- oder Nutztiere\, sondern verkörpern den maximalen Widerspruch zu unserem domestizierten Dasein. Als exotische\, seltsame\, eigenwillige Kreaturen sitzen sie in den existenziellen Zwischenräumen des 21. Jahrhunderts\, in dem wir uns aus der Natur verabschiedet\, aber noch keinen Weg gefunden haben\, uns in ihrem Gegenteil wohlzufühlen. Die kleinen Roboter\, die Ramirez in Raupen\, Skorpione oder Ameisen einsetzt\, verleihen den Tieren schematische Bewegungen\, die sie zur ihrer eigenen Antithese machen – das Archaische weicht vollends der Künstlichkeit und Technik. Ebenso die Tierapplikationen auf den Sweatshirts: Sie erinnern an virtuelle Figuren aus der Play-Station. Tatsächlich hat Ramirez bereits zwei Apps entwickelt\, in denen der User mit Stachelschweinen und Flamingos durch den Raum navigieren kann – die Spiele demonstrieren die totale Übersteigerung einer Sehnsucht nach Freiheit und Wahrhaftigkeit\, nach einer irrealen Existenz jenseits körperlicher Beschränkungen. Doch Ramirez’ Welt bleibt eine Dystopie. Ihre Tiere sind erschöpfte Zeugen des verlorenen Wilden\, synthetische Souvenirs unserer ewigen Zivilisationsmüdigkeit. Der digital ermattete Mensch sehnt sich nach alten Trieben – und verfängt sich doch nur in Träumen. \nGesine Borcherdt \nGleichzeitig eröffnen in der Moltkestr. 81 die Ausstellungen:\nPia Witzmann mit Carola Ernst\nBene Taschen mit Miron Zownir
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LOCATION:MARTINETZ\, Moltkestr. 81\, Hinterhaus\, 1. Etage\, Köln\, 50674
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SUMMARY:Erik Blinderman & Lisa Rave – Americium
DESCRIPTION:Vom 31. März bis 14. Mai 2017 zeigt Glasmoog – Raum für Kunst & Diskurs an der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) die Ausstellung „Americium“ von Erik Blinderman und Lisa Rave. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht ihr gleichnamiger 45-minütiger Filmessay\, der – ausgehend von der umstrittenen atomaren Endlagerstätte Yucca Mountain in Nevada – die vielfältigen und  zwiespältigen Ideologien und Phantasmen über den US-amerikanischen Westen untersucht. Americium bezeichnet ein künstlich erzeugtes radioaktives Element und steht in der filmischen Arbeit für die buchstäbliche Kontaminierung der Wüste Nevadas und damit die Auslöschung eines für die indigene Bevölkerung heiligen Gebiets. Der Film unternimmt eine Reise in das Bergesinnere\, begleitet von flüchtigen Begegnungen mit Orten und Menschen und deren unterschiedlichen Erzählungen von der Vielschichtigkeit der Landschaft.
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LOCATION:GLASMOOG / Kunsthochschule für Medien Köln\, Filzengraben 2a\, Köln\, 50676
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SUMMARY:TILO RIEDEL/ KJUBH/ SCHICHTEN KÄLTERER LUFT/ BETTEN MACHEN ENTRECHTETEN/ EXTRA WURST BOCK AUF GRILL
DESCRIPTION:TILO RIEDEL/ KJUBH/ SCHICHTEN KÄLTERER LUFT/ BETTEN MACHEN ENTRECHTETEN/ EXTRA WURST BOCK AUF GRILL
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SUMMARY:"CONTEMPORARY VELÁZQUEZ"
DESCRIPTION:Alina Ada Lungu gehört mit ihren 21 Jahren zu den jüngsten und talentiertesten Künstlern Rumäniens. Ihre Bilderwelt zeichnet sich durch eine helle Farbpalette aus und zeigt Figuren in überlappenden Räumen und Zeiten. Ihr künstlerischer Ansatz geht von einer sorgfältigen Analyse von in der Wirklichkeit verborgenen oder sichtbaren Formen und Strukturen aus. Die Themen ihrer Arbeiten werden aus der Serie von Fotos ausgewählt\, die vorher gespeichert wurden. Sie will das Gedächtnis als Element der Neuheit nutzen und in die Gegenwart und Zukunft integrieren. Dabei aktivieren sich diese kombinierten Elemente gegenseitig und geben einander Farben und Bedeutungen. Die Fläche wird zur Bühne\, in dem die Charaktere zusammenspielen und sich auch gegenseitig dominieren. Eine Reihe von Selbstporträts drückt verschiedene innere Zustände vom Zustand der Verwirrung bis hin zu den Gefühlen des Glücks aus. Alina Ada Lungu kreiert so Collagen durch die sie eine Summe von Emotionen sammeln kann. Der Raum lädt ein mit gefüllten und detaillierten Formen. Rosa und warme Farben leuchten den bildlichen Raum aus und schwarze Akzente schaffen Tiefe. Ihre Quellen der Inspiration stammen aus den täglichen Ereignissen des Lebens sowie aus der Auseinandersetzung mit der Kunstgeschichte ansich.  \nAlina Ada Lungu ist eine außergewöhnliche Malerin mit einer bemerkenswerten Sensibilität und großen kunsthistorischen Verständnis. Ihre Bilderwelt schafft eine Multidimensionalität und ein Geheimnis\, dass wir – hoffentlich – nie entschlüsseln werden.  \nVernissage: 01.04.2017\, 20:00 Uhr\nSülzburgstr. 189\, 50937 Köln \nEinführung in die Ausstellung: Prof. Werner Liebmann\, Kunsthochschule Weißensee\, Berlin\nZur Ausstellung erscheint ein Katalog \nAusstellungsdauer: 01.04 – 28.08.2017
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LOCATION:Studio NOVO Artspace\, Sülzburgstrsse 189\, Köln\, 50937
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SUMMARY:Michael Toenges - Arbeiten auf Papier
DESCRIPTION:Mit Kreiden\, Kohle und Ölfarbe rückt Michael Toenges dem Papier mit einer sehr plastischen\, pastosen Malerei zu Leibe. Den Arbeiten liegt keine klassische Komposition zugrunde\, sondern sie wachsen aus sich heraus wie in einem natürlichen Prozess. Rauschhaft\, aber immer auch abwägend und reflektierend baut sich das Werk als komplexes Beziehungsgeflecht zwischen den einzelnen Elementen auf. In den Ausstellungsräumen mit ihrem wechselnden Tageslicht offenbart Toenges´ Malerei seine atemberaubende Lebendigkeit\, die bei den neuesten Arbeiten mit einer leichteren und gedämpfteren Farbpalette einhergeht.\nDer in Köln lebende Künstler (geb. 1952) wurde in Bergisch Gladbach bereits 2009 mit seiner opulenten Malerei auf Leinwand vorgestellt. Seine Arbeiten auf Papier werden jetzt erstmals in einer breiten Auswahl präsentiert.\nZur Aussstellung ist ein reich bebilderter Katalog mit Texten von Stefan Kraus\, Steffen Missmahl\, Petra Oelschlägel und Michael Toenges\, 32 Seiten\, zum Preis von 16 Euro erschienen.
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LOCATION:Kunstmuseum Villa Zanders\, Konrad-Adenauer-Platz 8\, Bergisch Gladbach\, 51465
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SUMMARY:Stefano Calligaro: U reallyWnna Climb­ThStairkase­OfSUccess MuffnLicker?!
DESCRIPTION:Stefano Calligaro presents a new body of works that seeks to relevant\, somehow\, anyhow.
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SUMMARY:RICHARD OELZE 1900-1980
DESCRIPTION:RICHARD OELZE 1900 – 1980\nEröffnung: Freitag\, 07. April 2017\, ab 18 Uhr\n08. April – 03. Juni 2017 \n„Ich möchte nicht auftreten\, nicht derjenige sein in einem Mittelpunkt. Ich gehe lieber dahin\, wo ich selber zusehen kann. Ich habe mich in meine eigene Welt zurückgezogen – das Malwerk ist von einer bitteren Lebenserfahrung\, die ich in beiden Kriegen gemacht habe\, ganz frei. Ich warte eher – deshalb male ich Bilder.“ (Richard Oelze\, 1965) \nDer Michael Werner Kunsthandel freut sich\, mit der Ausstellung RICHARD OELZE 1900-1980 erstmals das Werk des einflussreichen deutschen Surrealisten präsentieren zu können. Nachdem die Ausstellung bereits in London und New York zu sehen war\, eröffnen die rund 50 Zeichnungen und Gemälde aus den Jahren 1927 bis 1978 nun in Köln einen umfangreichen Einblick in das Œuvre. Ob Landschaften\, mythologische Themen oder abstrakte Phantasiekompositionen\, die Arbeiten Oelzes bestechen durch komplexe malerische Strukturen\, die eine große künstlerische Eigenständigkeit offenbaren. Inspiriert durch literarische Quellen\, das Bauhaus in Weimar und den Surrealismus in Paris erschuf Oelze rätselhafte Kompositionen\, die dazu verleiten\, nach bekannten Formen und einer Ordnung zu suchen. Die Abgeschiedenheit des Künstlers\, der über lange Phasen seines Lebens die Kunst allein aus sich selbst entwickelte\, ist in seinem Werk deutlich spürbar. Sein Hauptwerk „Die Erwartung“ (1935-1936) befindet sich in der Sammlung des Museum of Modern Art in New York und gilt als bedeutende künstlerische Vorausschau des drohenden Schreckens.  \nKatalog: Richard Oelze: 1900-1980\, Texte von Alfred H. Barr\, Jr und Hans Kinkel\, Michael Werner\, 2016 \nAbbildung: Richard Oelze\, „Statt Blumen und Blut“\, 1963\, Öl auf Leinwand\, 132 x 162 cm\, Signatur: u.l.: Oelze\, © Till Schargorodsky
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LOCATION:Michael Werner Kunsthandel\, Gertrudenstraße 24-28\, Köln\, 50667
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