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SEBASTIÁN BRUNO – DUELOS Y QUEBRANTOS

4. Mai · 20:0016. Juni · 19:00

An einem Ort in der Mancha…
Eine persönliche Sicht auf die Lebenswirklichkeit einer Region und ihrer zeitlosen Parallelen zum goldenen Zeitalter des Don Quijote. Eine Reise in das Herz Spaniens.

Eier, Schinken, Chorizo und Schweinespeck, manchmal auch Lammhirn, das sind die Grundzutaten von „Duelos y Quebrantos“ (Leiden und Zerbrechen), einem historisch überlieferten Gericht aus der Küche der Mancha. Eine Theorie besagt, dass diese Speise in den Zeiten der spanischen Inquisition von christlichen Konvertiten gegessen wurde, um den Bruch mit der jüdischen oder muslimischen Religion zu symbolisieren. Auch der spanische Autor Miguel de Cervantes erwähnt dieses Essen zu Beginn von „Don Quijote von der Mancha“, dem Roman, mit dem er schon vor 400 Jahren die endlosen und kargen Weiten der Hochebene im Herzen der Iberischen Halbinsel und ihre Bewohner weltberühmt machte. Der verklärte Idealismus des Don Quijote, dem „Ritter von der traurigen Gestalt“ mit seinen Abenteuern, Kämpfen und Niederlagen und der bauernschlaue Realismus seines Begleiters Sancho Panza, gelten für viele als Klischee der nationalen Eigenart Spaniens. Heute ist fast jeder Ort der Mancha bemüht, sich in Verbindung mit dem berühmten Dichter zu bringen. Das Land lockt mit der „Route des Don Quijote“, auf der man sich, auf über 2500 Kilometern, den Protagonisten des Romans nähern kann.

Der spanisch-argentinische Fotograf Sebastián Bruno begab sich auch auf diese Reise. Aus der Perspektive Don Quichotes taucht er tief in die Umgebung und das Leben der Einwohner ein. Die autonome Gemeinschaft Kastilien-La Mancha ist eine dünn besiedelte, wirtschaftlich stagnierende Region. Die alternde Gesellschaft ist geprägt von der Beharrlichkeit ihrer Einwohner in Bezug auf ihre jahrhundertelang gewachsenen Traditionen und Vorstellungen des moralischen Lebens, die neben den kurzlebigen Moden, den Widersprüchen des Alltags und den Veränderungen der ariden Landschaft weiterhin existieren. Bruno hinterfragt die Werte und Traditionen, Tugenden und Laster, die in dieser monotonen Wirklichkeit zu finden sind. Er porträtiert die Menschen und ihre Umgebung am Tag in der gleißender Sonne, bei der Arbeit, zu Hause und an öffentlichen Orten oder er begegnet den Einwohnern nachts bei Prozessionen und Umzügen, wenn sie aus dem Schatten in das helle Licht des Fotoblitzes tappen, wie in eine Fotofalle.
Sebastián Brunos aufrichtige Interpretation zieht zeitlose Parallelen zwischen der historischen, von Cervantes beschriebenen Bevölkerung und der heutigen Gesellschaft.

Details

Zeitraum:
Beginn:
4. Mai · 20:00
Ende:
16. Juni · 19:00
Thema:

Veranstaltungsort

Fotoraum Köln
Herderstr. 88
Köln, 50935
Telefon:
0221432578
Webseite:
www.fotoraum-koeln.de

Veranstalter

bernadette jansen
E-Mail:
presse@fotoraum-koeln.de