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Luisa Schatzmann TAGWERK Arbeiten auf Papier

15. November 2017 · 19:002. Dezember 2017 · 18:00

Luisa Schatzmann
TAGWERK
Arbeiten auf Papier

kuratiert von Birgit Laskowski

Eröffnung 15.November 2017, 19 – 22 Uhr
ZERO FOLD zu Gast im Kunstverein Kölnberg e.V.
Aachener Straße 66, 50674 Köln

16.November – 2.Dezember 2017
Mi – So, 14 – 18 Uhr und auf Anfrage
http://www.zerofold.de, T +49 178 847 47 86

©Luisa Schatzmann »Klavier«, 2004, Stift auf Papier, DIN A5

Luisa Schatzmann, 1933 in Madrid geboren, kann auf ein umfangreiches Werk zurückschauen. Die Künstlerin lebt und arbeitet seit 1954 in Köln, wo sie von 1978 bis 1983 an den Kölner Werkschulen bei Professor Karl Marx studiert hat. Seit den 1990erJahren folgten Ausstellungen im In- und Ausland und die Künstlerin ist in mehreren privaten und öffentlichen Sammlungen vertreten, u.a. der Central Krankenversicherung AG, der Siemens Stiftung München, des Städtischen Museums Kaliningrad und des Suermondt-Ludwig-Museums Aachen.

Aus der wiederholten Kooperation von Luisa Schatzmann und Birgit Laskowski anlässlich zweier Katalogproduktionen über die Künstlerin („Luisa Schatzmann – Ein Überblick“, Wienand Verlag 2013 und „Mehr als vom Tage übrig blieb“, Strzelecki Books 2016), entstand die Idee einer umfangreicheren Präsentation speziell des zeichnerischen Werks von Luisa Schatzmann seit den 80er Jahren bis in die Gegenwart. Zudem gibt das einjährige Erscheinungsjubiläum der Publikation bei Strzelecki Books Anlass, der Einladung des Kunstvereins Kölnberg e.V. zu folgen und diese Ausstellung in dessen großzügigen Räumlichkeiten zu realisieren.

Die Räume ermöglichen ein frei und lebendig rhythmisiertes Hängekonzept in Entsprechung zum zunehmend lockeren Duktus der Zeichnungen selbst: Die beeindruckende und ungebremste Schaffenskraft der Künstlerin im hohen Alter von 84 Jahren zeitigt neben vielfältigen Kunstwerken in anderen Medien wie Malerei und Druckgrafik auch immer wieder neue zeichnerische Werke, die ein eigenständiges, pointiertes künstlerisches Vermächtnis vorwegnehmen. Spontaneität und Improvisation, die auch ihre übrigen Arbeiten bestimmen, kommen in diesem Medium besonders zum Ausdruck. Die sparsame Titelgebung lässt den Betrachter unmittelbar bei dem bleiben, was er sieht. Keine Interpretation ist vorgegeben, viele Assoziationen sind möglich.

Manchmal scheinen Luisa Schatzmanns Zeichnungen aus Permanentszenen eines André Thomkins emporzusteigen, man fühlt sich erinnert an die nervösen, sensiblen Setzungen eines Cy Twombly. Sie besitzen aber auch den halbbewussten und doch so zwingenden Ausdruck einer Kinderzeichnung oder die Eigenschaften von Netzhautbilder im Halbschlaf, wie sie Max Ernst beschreibt. Und doch: Ihre Offenheit und Skizzenhaftigkeit ist gepaart mit erstaunlicher Pointiertheit, einer unverwechselbaren Energie und atmosphärischen Exaktheit. Ein paar Linien, die zurückhaltende, aber dezidierte Setzung von Farbe. Mehr und mehr ähneln die Zeichnungen von Luisa Schatzmann guten Gedichten, denn sie halten eher das Wesen des Dargestellten fest als dessen konkrete Ansicht – mal als fragile Essenz der Erscheinung, mal in der entschiedeneren Geste einer stenografischen Anmerkung.

Details

Zeitraum:
Beginn:
15. November 2017 · 19:00
Ende:
2. Dezember 2017 · 18:00
Thema:

Veranstaltungsort

ZERO FOLD zu Gast im Kunstverein Kölnberg e.V.
Aachener Straße 66
Köln, 50674
Telefon:
*49 178 847 47 86
Webseite:
www.zerofold.de

Veranstalter

Birgit Laskowski
E-Mail:
birgit.laskowski@zerofold.de