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Aaron Siskind – A Painter´s Photographer

8. September · 18:0018. November · 16:00

Die Galerie Julian Sander freut sich sehr erstmals Arbeiten von Aaron Siskind in der Galerie präsentieren
zu können. A Painter´s Photographer zeigt Fotografien des Künstlers und nimmt Bezug auf die enge
Verbindung zur Malerei des Abstrakten Expressionismus in Siskinds Werk.

In einem Essay von 1951 beschreibt die Künstlerin und Kunstkritikerin Elaine de Kooning Aaron Siskind als
“Malerfotografen”. Nach über 60 Jahren zählt Siskind weiterhin zu den am engsten mit dem abstrakten
Expressionismus des 20. Jahrhunderts verbundenen Fotografen. Seine flachen Bildebenen, die geringe
Tiefenschärfe und der Fokus auf die Oberflächenstruktur schwingen mit den gestischen Gemälden von
Künstlern wie Jackson Pollock, Willem de Kooning und Franz Kline. Siskind teilte zudem ein künstlerisches
Ethos mit vielen dieser Maler. Er betonte wie seine eigenen Gefühle die Bilder während des
Schaffensprozesses prägten und Teil des Werkes wurden.
Aaron Siskind erweiterte das ausdrucksvolle Potential der Fotografie und der Definition von Abstraktion.
Bekannte Subjekte werden für den Betrachter durch extreme Nahaufnahme, ein ungewöhnlicher Winkel
und die Herausnahme aus dem erzählerischen Kontext zu Abstraktionen, die sich neu erfahrbar machen
lassen.

Siskind kann zu den Pionieren des Abstrakten Expressionismus gezählt werden – War er es doch, der mit
seinen Fotografien die Ansätze dieser Bewegung in den frühen 40er Jahren hervorbrachte und zahlreiche
Maler inspirierte.

Aaron Siskind wurde 1903 in New York als Sohn russisch-jüdischer Immigranten geboren. Er studierte
Sozialwissenschaften am College in New York und lehrte die folgenden 20 Jahre Englisch an einer
öffentlichen Schule. Erst 1930 kam er zur Fotografie und war seit 1936 in der New York Photo League
aktiv – Eine Verbindung die bis 1940 anhielt. In den frühen 40er Jahren befreundete Siskind sich mit
Malern des Abstrakten Expressionismus (Franz Kline, Barnett Newman, Mark Rothko u.a.) und richtete
seinen künstlerischen Fokus auf symbolisch und abstrakte Fotografie basierend auf einem
dokumentarischen Stil. Zahlreiche Ausstellungen in der Charles Egan Gallery zwischen 1947 und 1949
sowie das größer werdende Interesse der Museen machten ihm ein Leben als Künstler und Lehrer
möglich. Nach einer Einladung von Harry Callahan lehrte Siskind von 1951 bis 1971 Fotografie an der
Fakultät des Illinois Institute of Technology and Design in Chicago. Anschließend wechselte er an die
Rhode Island School of Design und lehrte dort 5 weitere Jahre am Graduiertenprogramm. Seine erste
eigene Publikation über sein Werk veröffentliche er 1959 mit dem Titel „Aaron Siskind: Photographs“.
Aaron Siskind arbeitete stets an neuen Arbeiten und fotografierte bis zu seinem Tod am 8. Februar 1991.

Die Galerie Julian Sander lädt Sie und ihre Freunde herzlich zur Eröffnung im Rahmen des Düsseldorf
Cologne Open Galleries Programm am Freitag, den 8. September von 18-22 Uhr in die neuen Räumen am
Kölner Neumarkt ein. Am Sonntag, den 10. September zeigen wir im Rahmen der Ausstellung einen Film
über die New York School (freier Eintritt, ohne Anmeldung).

Details

Zeitraum:
Beginn:
8. September · 18:00
Ende:
18. November · 16:00
Thema:

Veranstaltungsort

Galerie Julian Sander
Cäcilienstraße 48
Köln, 50667
Telefon:
02211705070
Webseite:
www.galeriejuliansander.de

Veranstalter

Kristina Gell
E-Mail:
galerie@galeriejuliansander.de